Infrastruktur in Frankfurt

Frankfurter Stadtwerke-Konzern erhöht Gewinn

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Die Unternehmensgruppe investiert stark in den Ausbau der Infrastruktur und baut den Personalbestand aus.

Der Frankfurter Stadtwerke-Konzern hat im vergangenen Jahr ein deutlich besseres Ergebnis erwirtschaftet als prognostiziert. Die Unternehmensgruppe machte ein Plus von 66,8 Millionen Euro. Das sind 22,5 Millionen Euro mehr als im Jahr 2017. Die Geschäftsführung war dagegen sogar von einem sinkenden Ergebnis ausgegangen.

Ausschlaggebend für das deutlich besser ausgefallene Resultat ist aber in erster Linie ein um 15 Millionen Euro gestiegener Wert im Bereich Beteiligungen, wie Geschäftsführer Lothar Herbst am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanz erläuterte, Die Holding profitierte von einer Dividendenerhöhung der Fraport und Einmaleffekten beim Stadtwerkeverbund Thüga. Weitaus bessere Zahlen als 2017 erzielten auch die Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt, die dennoch das mit Abstand größte Minus erwirtschaftete. Leicht verschlechterten sich die Ergebnisse der Bäderbetriebe, des Energieversorgers Mainova und der Busgesellschaft ICB.

Für das laufende Jahr rechnet Herbst mit einem wesentlich schlechteren Ergebnis, das zwischen 30 Millionen und den gut 43 Millionen Euro liegen könne, die die Holding 2017 erzielte.

Die Tochtergesellschaften der Stadtwerke-Holding haben im vergangenen Jahr zusammen 225,1 Millionen Euro investiert – 51,6 Millionen mehr als noch im Jahr zuvor. Dieses Geld floss zu einem großen Teil in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Allein in die Erweiterung des Schienenfuhrparks steckte die Verkehrsgesellschaft 59 Millionen Euro. Gleichzeitig stockten die Unternehmen der Gruppe ihren Personalbestand auf. Ende 2018 beschäftigte der Konzern zusammen 5605 Menschen, immerhin 178 mehr als ein Jahr zuvor. Entsprechend stieg der Personalaufwand um gut 15 Millionen Euro auf nun 388 Millionen Euro an.

Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Thomas Wissgott nannte es trotz der sicheren Arbeitsplätze, die die Unternehmen böten, schwierig, Personal zu finden. Dabei müssten diese in den kommenden Jahren fast die Hälfte ihrer Belegschaften neu besetzen. Rar seien etwa Tiefbau- und Elektroingenieure sowie IT-Fachleute. Um Fachkräfte zu halten und neue anzulocken, bieten die Unternehmen laut Wissgott etwa flexible Arbeitszeiten und Homeoffice an. Sie stellen zudem mehr Ausbildungsplätze zr Verfügung: 114 junge Leute beginnen dieses Jahr eine Ausbildung, 2017 waren es 76. Einiges erhofft sich Wissgott zudem von der Dezentralisierung der Ausbildung.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) stellte Verbesserungen für die Frankfurter heraus, etwa das Seniorenticket für Bus und Bahn und den kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad für Kinder bis 14 Jahre. Er stellte in Aussicht, das der Nachtverkehr werktags deutlich ausgebaut wird.

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