Verkehr

Stadtrat sieht kaum Einschränkungen durch Mainkai-Sperrung in Frankfurt

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Oesterling sieht kein Verkehrschaos durch Mainkai-Sperrung in Frankfurt.

Autofahrer in Sachsenhausen verlieren durch die Mainkai-Sperrung im zähen Verkehr bis zu zwei Minuten Zeit. Das hat eine Auswertung des Navi-Herstellers Tomtom für die Frankfurter Rundschau ergeben. Aus Sicht von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sind diese Fahrzeitverluste akzeptabel.

Oesterling bezeichnete die Reisezeitverluste als überraschend gering. „Sogar in den Berufsspitzen liegen die Fahrzeitverlängerungen höchstens bei zwei Minuten, im Allgemeinen aber weit darunter“, sagte er. Das widerspreche der Aussage von Herbert Schmoll, dem Sprecher der Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“, der von einem andauernden Verkehrschaos gesprochen habe. Die Auswirkungen der Mainkai-Sperrung seien vielmehr begrenzt.

Jedem müsse klar sein, dass Maßnahmen der Verkehrswende zu Auswirkungen auf den Individualverkehr führten, sagte Oesterling. Das treffe auf verkehrsberuhigte Zonen zu, auf Busspuren, Fahrradwege zu Lasten des Autoverkehrs oder Tempo 30 auf Hauptstraßen.

„Wenn wir, wie von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und mit den Initiatoren des Radentscheids vereinbart, demnächst separate Radspuren auf der Friedberger Landstraße einrichten werden, rechne ich mit ähnlichen Fahrzeitverlängerungen für den Autoverkehr“, sagte er. Er hoffe, dass alle, die den Radentscheid-Kompromiss in der Stadtverordnetenversammlung mitbeschlossen hätten, dann noch dabei blieben.

Dem Vorschlag von Wolfgang Siefert (Grüne), den Mainkai mit einer Spur pro Fahrtrichtung und Radwegen wieder für den Verkehr zu öffnen und gleichzeitig auf der Berliner Straße Autospuren zu reduzieren, widersprach Oesterling: „Erst die autofreie Innenstadt fordern und dann gleichzeitig einen zweistelligen Millionenbetrag dafür ausgeben wollen, dass zwei wichtige Innenstadtstraßen neu gebaut werden sollen, begreift keiner.“

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