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Rund um den Opernplatz hatte die Stadtpolizei 2020 besonders viel zu tun.
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Rund um den Opernplatz hatte die Stadtpolizei 2020 besonders viel zu tun.

Corona

Stadtpolizei in Frankfurt erlebt ein Ausnahmejahr

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Die Corona-Pandemie überlagerte 2020 die komplette Arbeit der Frankfurter Behörde. Rund 9000 sogenannten Corona-Verstöße wurden registriert.

Zum elften Mal hat die Frankfurter Stadtpolizei ihre jährliche Statistik vorgelegt. Die Zahlen sind allerdings mit keinem anderen Jahr bislang vergleichbar, wie Ordnungsdezernent Markus Frank am Dienstag betonte: „Durch die Pandemie wurden die Karten neu gemischt.“ So nahm die Stadtpolizei im vergangenen Jahr 202 303 Kontrollen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Corona-Vorschriften vor. Kontrollen, mit denen sich die knapp 200 Bediensteten noch vor gut einem Jahr gar nicht befassen mussten.

Vor allem die seit Oktober 2020 geltende Maskenpflicht in der Innenstadt hielt die Stadtpolizei auf Trab. 128 511 Kontrollen bezogen sich auf die Einhaltung der korrekten Mund-Nase-Bedeckung. Dazu kontrollierte die Stadtpolizei unter anderem 35 353-mal Gewerbebetriebe und 24 855-mal Gaststätten.

Stadtpolizei Frankfurt: Sondereinheit Umwelt gegründet

Insgesamt registrierten die städtischen Bediensteten 6 695 Verstöße gegen die Corona-Vorschriften. Nimmt man die 2 279 geahndeten Ordnungswidrigkeiten hinzu, die im vergangenen Jahr von der Landespolizei erfasst wurden, gab es in Frankfurt 2020 rund 9 000 geahndete Corona-Verstöße. Vor allem die Maskenpflicht stieß in der Innenstadt immer wieder auf Ablehnung. Ab Oktober habe es daher einen sprunghaften Anstieg der Verstöße gegeben, verriet Matthias Heinrich, der Leiter der Stadtpolizei, und ergänzte auch im Hinblick auf das laufende Jahr: „Die Menschen werden immer aggressiver und unwilliger, die Maßnahmen zu befolgen.“ Für das Jahr 2020 zeigte sich Ordnungsdezernent Frank aber zufrieden mit der Disziplin der Bevölkerung. Die Beanstandungsquote bei der Maskenpflicht habe nur bei 3,6 Prozent gelegen.

Um die Vielzahl der neuen Aufgaben bewältigen zu können, hatte die Stadtpolizei im Laufe des vergangenen Jahres zwei neue Einheiten geschaffen. Zum einen die Sondereinheit „Task-Force Umwelt“. Sie war nötig geworden, weil die Menschen während des Lockdowns offenbar Zeit zum Renovieren und Ausmisten fanden.

Hunde

Die Zahl der Hunde in Frankfurt hat deutlich zugenommen. Zum Jahresende 2020 gab es 19 400 registrierte Hunde und damit 1000 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Eingeleitete Verfahren gegen Hundehalter:innen nahmen aber erfreulicherweise ab von 261 im Jahr 2019 auf 174 im vergangenen Jahr. ote

„Es gab eine massive Anhäufung von Müllverstößen, die FES kam nicht mehr hinterher“, so Heinrich. Letztlich registrierte die Stadtpolizei 1632 Verstöße und damit gut 20 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011.

Zudem schuf die Stadtpolizei eine flexible Ermittlungseinheit, die auch in den Abend- und Nachtstunden eingesetzt werden konnte, da es zu dieser Zeit viele Corona-Verstöße gab.

Bei so viel Arbeit kamen andere Aufgaben der Stadtpolizei zu kurz, wie Stadtrat Frank einräumte. So kam das Sicherheitsmobil in den Stadtteilen nur 64-mal zum Einsatz. (2019: 85-mal). Auch die Testkäufe für Alkoholkontrollen bei Jugendlichen fielen seit Beginn der Pandemie weg, andere Aufgaben wie Führerscheinentzüge oder das Vorgehen gegen Bettelei fielen aufgrund des Pandemiegeschehens kleiner aus.

Stadtrat Frank fordert mehr Personal für Stadtpolizei

Nicht über Arbeit beklagen konnte sich die Stadtpolizei am Sicherheitstelefon. 21 561 Anrufe im vergangenen Jahr stellten einen absoluten Höchstwert da. Neben allgemeinen Auskünften gab es auch viele Hinweise auf vermeintliche Verstöße anderer. „Da gab es ein ziemlich deutliches Denunziantentum“, so Heinrich. Oft seien die angeforderten Einsätze auch unnötig gewesen.

Wegen der Vielzahl der Aufgaben forderte Ordnungsdezernent Frank einmal mehr die Aufstockung der Stadtpolizei um etwa 20 Personen. Derzeit hat die Stadtpolizei knapp 200 ihrer 214 Planstellen besetzt. „Die Stadtpolizei braucht dringend personelle Verstärkung und verdient auch die Unterstützung anderer Behörden.“ Insbesondere im Umgang mit Drogenabhängigen im Bahnhofsviertel brauche es mehr geschultes Personal, so Frank.

mehr dazu unter www.stadtpolizei.de

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