1. Startseite
  2. Frankfurt

Stadt wird hundefreundlicher

Erstellt:

Von: Steven Micksch

Kommentare

Assistenzhunde sind künftig in Behörden gestattet.

Die Toleranz und vor allem Akzeptanz von Assistenzhunden in öffentlichen Einrichtungen lässt häufig noch zu wünschen übrig. Wo der Blindenhund meist gestattet wird, sind Epilepsiewarnhunde oder PTBS-Assistenzhunde in der Regel unbekannt und nicht akzeptiert. Die Stadt Frankfurt möchte diese Situationen verbessern und heißt nun Assistenzhunde offiziell in allen kommunalen Einrichtungen willkommen, so eine Pressemitteilung.

Als erste Einrichtung erhielt das Jugend- und Sozialamt der Stadt symbolisch den ersten „Assistenzhund willkommen“-Türaufkleber. Damit reagiert die Stadt auch offensiv auf das seit dem 1. Juli in Deutschland geltende neue Assistenzhundegesetz, das im Paragraf 12e des Behindertengleichstellungsgesetzes verankert ist und unter anderem den Zugang mit solchen Hunden zu öffentlichen Einrichtungen thematisiert.

„Es sollte selbstverständlich sein, dass alle Menschen teilhaben und die zahlreichen Angebote unserer Stadt in Anspruch nehmen können. Wir arbeiten aktiv daran, bestehende Barrieren abzubauen“, sagt Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne). Assistenzhunde seien für betroffene Menschen der Schlüssel zu mehr Lebensqualität und Unabhängigkeit im Alltag. Sie gehören dazu. Auch Orte mit generellem Hundeverbot müssen dies nun berücksichtigen.

Die Aktion „Assistenzhundfreundliche Kommune“ wurde vom Frankfurter Verein Pfotenpiloten ins Leben gerufen, um über Assistenzhunde und ihre Zutrittsrechte aufzuklären. Sie ist Teil der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Aktion Mensch geförderten Zutrittskampagne „Assistenzhund willkommen“. Geschäftsführerin Roswitha Warda hofft, „dass sich in der Folge auch viele Frankfurter Einrichtungen aus Handel, Gastronomie und Hotellerie, dem Kulturbereich und medizinischen Sektor dem guten Beispiel der Stadt anschließen und sich assistenzhundfreundlich erklären“. mic

Auch interessant

Kommentare