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Standort-Politik

Stadt will Industriestandort Frankfurt stärken

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Mit einer neuen Webseite möchte die Stadt Frankfurt das Image der Industriebetriebe aufbessern. Damit soll nicht nur die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert werden, sondern auch neue Unternehmen in die Stadt geholt werden.

In Frankfurt gibt es rund 1100 Industriebetriebe. Diese haben 2018 etwa 6,7 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung erzielt. Fakten wie diese sind nicht jedem Mensch in Frankfurt, geschweige denn außerhalb der Stadt bekannt. Um das zu ändern und die Frankfurter Industrie sichtbarer zu machen, hat das Kompetenzzentrum Industrie der Frankfurter Wirtschaftsförderung am Freitag eine neue Internetplattform aktiviert, die für den Industriestandort Frankfurt werben soll.

Unter dem Motto „FFMöglichmacher“ bündelt die Seite die vielen verschiedenen Unternehmen, die es in der Stadt gibt. „Sie soll zeigen, wie breit die Industrie in unserer Stadt aufgestellt ist“, sagt Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) bei der Pressekonferenz zum Launch der Internetseite. Zum anderen solle sie aber auch anderen Unternehmen Lust auf den Standort am Main machen.

Internetauftritt

Die neue Webseite zum Industriestandort Frankfurt erreicht man unter www.ffmoeglichmacher.de.

Sie umfasst aktuell 24 Betriebe und Institutionen aus der Wirtschaft und soll in den kommenden Wochen stetig erweitert werden. mic

Markus Frank möchte die Industrievielfalt stärken und weiter ausbauen. „Wir wollen mehr Industrie in der Stadt haben.“ Die Betriebe seien nicht nur Impulsgeber und Innovationstreiber, sondern ermöglichten mit den Gewerbesteuereinnahmen auch städtische Investitionen etwa in die Kultur oder soziale Bereiche.

Die von der Agentur „Scheufele Hesse Eigler“ entworfene Webseite ist in vier Kategorien aufgeteilt: entdecken, verstehen, erleben, mitwirken. Besucher:innen finden hinter den Punkten eine interaktive Standortkarte, einen Veranstaltungskalender, Kennzahlen, aber eben auch Firmenprofile und -porträts. Darin geben die Betriebe Einblicke in ihren Arbeitsalltag, ihre Produkte sowie auch in Ausbildungsmöglichkeiten. Bisher ist aber nur ein Bruchteil der Industriebetriebe der Stadt enthalten. Markus Frank ruft deswegen alle hiesigen Unternehmen im Industriebereich auf, sich zu melden und Teil der Kampagne zu werden. Dabei wolle man auch nicht an den Stadtgrenzen Halt machen, sondern auch die Unternehmen der Region einbinden.

Matthias Braun, Geschäftsführer Industrial Affairs bei Sanofi-Aventis, sagt dazu: „Was ich nicht selbst gestalte, überlasse ich anderen.“ Seinem Unternehmen sei es deswegen wichtig, den Standort Frankfurt aktiv zu bewerben. Die Vielfalt an Industrie sei viel breiter als von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Frankfurt sei auch Industriestandort, und nicht nur Bankenstandort.

Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, sieht gute Chancen, den Standort Frankfurt zu stärken. Viele Unternehmen wollten ihre Produktion in Europa stattfinden lassen, um kurze Transportwege zum kaufstarken europäischen Markt zu haben. „Wir scheitern aber oft, weil wir keine Flächen für Unternehmen haben.“ Hier müsse in der Stadt noch mehr Akzeptanz geschaffen werden, um Standorte zu ermöglichen.

Rubriklistenbild: © ROLF OESER

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