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Stadt Frankfurt wirbt um ein Spiel der NFL

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Von: Georg Leppert

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Spielt Tom Brady bald in Frankfurt?
Spielt Tom Brady bald in Frankfurt? © Steven Senne/dpa

Fan-Partys und Investitionen in den Jugend-Football sollen der Liga die Entschedung erleitern. Doch die Konkurrenz ist groß.

Noch wenige Tage, dann will die National Football League (NFL) bekannt geben, in welcher deutschen Stadt sie von diesem Herbst an jeweils ein Spiel pro Saison austragen wird. Frankfurt wirbt bei der Liga mit Fanfesten und Investitionen in den Jugend-Football, wie Sportdezernent Mike Josef (SPD) jetzt mitteilte.

Bereits seit mehreren Jahren richtet die NFL Spiele außerhalb der USA aus. So treten Teams in Mexiko City und London an. Gerade bei den Partien in England sind stets immens viele Fans aus Deutschland dabei. Deshalb soll es (mindestens bis 2025) auch hierzulande Spiele geben. Als Austragungsorte kommen Frankfurt, München und Düsseldorf infrage. Die Entscheidung soll in der Woche vor dem Super Bowl, dem Endspiel um die Football- Meisterschaft in den USA am 13. Februar, fallen.

NFL-Spiel: Tradition spricht für Frankfurt

Während Düsseldorf wohl nur Außenseiterchancen hat, scheint München ein sehr starker Konkurrent für Frankfurt zu sein. In das Stadion des FC Bayern passen rund 15 000 Zuschauer:innen mehr als in die Frankfurter Arena. Dort finden –sofern nur Sitzplätze verkauft werden, wie es in der NFL üblich ist – nur 45 000 Fans Platz. Verglichen mit den Stadionkapazitäten in Nordamerika, ist das extrem wenig. Dafür punktet Frankfurt aber mit der zentralen Lage, der guten Erreichbarkeit und einer langen Football-Geschichte. Wie das Sportdezernat herausgefunden hat, fand das erste Football-Spiel in Deutschland im Jahr 1945 in Frankfurt statt. Vor allem aber verweist Mike Josef auf die Spiele der Frankfurt Galaxy vor einem fast durchweg begeisterten Publikum.

Mike Josef (SPD) kämpft um ein Footballspiel in Frankfurt.
Mike Josef (SPD) kämpft um ein Footballspiel in Frankfurt. © ROLF OESER

Wenn die NFL das Spiel nach Frankfurt vergibt, sollen die Fans nicht nur im Stadion auf ihre Kosten kommen. Die Stadt werde rund eine Million Euro ausgeben, um Plätze in der Innenstadt für Partys herzurichten, kündigte Josef an.

Außerdem werde die Stadt den Aufbau von Strukturen für Football und das weniger körperliche Flag-Football mit 500 000 Euro unterstützen. Profitieren sollen vor allem Jugendliche. „Der American Football in Frankfurt wird einen regelrechten Boost erleben“, sagte Josef.

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