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Stadt Frankfurt will nicht von Grundsteuer-Reform profitieren

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Von: Christoph Manus

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Die Reform der Grundsteuer ändert auch die zu zahlenden Beträge in Frankfurt, wie hier in Nieder-Eschbach. Für manche könnte es deutlich teurer werden, für andere günstiger.
Die Reform der Grundsteuer ändert auch die zu zahlenden Beträge in Frankfurt, wie hier in Nieder-Eschbach. Für manche könnte es deutlich teurer werden, für andere günstiger. © peter-juelich.com

Die Grundsteuer wird ab 2025 nach einem neuen Modell berechnet. Frankfurts Kämmerer verspricht, dass die Stadt damit nicht abkassieren will. Trotzdem wird es Verlierer der Reform geben.

Die Stadt Frankfurt will die Reform der Grundsteuer so umsetzen, dass sie die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien in der Summe nicht stärker belastet als bisher. Das hat Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) am Freitag angekündigt – und hält damit an einem Versprechen seines Amtsvorgängers Uwe Becker (CDU) fest. Er will den Stadtverordneten einen Hebesatz vorschlagen, der „aufkommensneutral“ ist, also nicht zu höheren Steuereinnahmen der Stadt führt. Im vergangenen Jahr habe die Stadt rund 220 Millionen Euro aus der Grundsteuer eingenommen.

Bergerhoff macht aber klar, dass es Gewinner:innen und Verlierer:innen der Reform geben werde. „Für manche Grundstücke wird sich eine höhere Steuer ergeben, für andere hingegen werden die Beträge gesenkt.“ Das lasse sich nicht vermeiden, wenn gesetzlich die Berechnungsgrundlage geändert wird.

Frankfurter Kämmerer nennt das geplante Verfahren für die Grundsteuererhebung gerecht

Hessen hat sich für ein neues Grundsteuer-Modell entschieden, bei dem die Grundstücksgröße und ein vom Bodenrichtwert abhängiger Faktor die Berechnungsgrundlage bilden. „Vereinfacht gesagt heißt das: Je größer und wertvoller ein Grundstück ist, desto höher ist die Steuer“, sagt Bergerhoff und spricht von einem gerechten Verfahren. Zugleich sei das gewählte Modell, das von 2025 gelten soll, relativ einfach und nachvollziehbar umzusetzen.

Viele Grundstückseigentümer:innen haben bereits Post bekommen, in der sie auf die Pflicht hingewiesen werden, in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober eine Erklärung bei ihrem Finanzamt einzureichen. Darin geht es um Angaben zu Lage und Größe des Grundstücks und zur Wohn- und Nutzfläche der Immobilie. Diese sollen zur Ermittlung der neuen Grundsteuermessbeträge dienen.

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