Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Spätestens im Januar sollen die Impfungen beginnen.
+
Spätestens im Januar sollen die Impfungen beginnen.

Corona-Krise

Stadt Frankfurt plant bis zu 4000 Impfungen am Tag

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
    schließen

Gesundheitsdezernent Stefan Majer stellt die Pläne für das Impfzentrum in der Festhalle vor.

Im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle sollen „in Spitzenzeiten“ täglich bis zu 4000 Menschen ihren Schutz vor dem Coronavirus erhalten. Diese Zahl nannte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Donnerstag in der Sitzung der Stadtverordneten.

In der Festhalle entstehe bis zum 15. Dezember „Deutschlands schönstes Impfzentrum“, sagte Majer. Das Deutsche Rote Kreuz soll es betreiben. Ziel sei es, in den kommenden Monaten 60 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter zu impfen – wobei jeweils eine zweifache Impfung nötig ist, um den erwünschten Schutz zu erzielen.

In der Festhalle soll es 36 Impfkabinen geben. Die gesamte Impfstraße, in der es auch Beratung und Aufklärung durch medizinisches Personal geben soll, ließe sich in 15 Minuten durchlaufen. Mit Wartezeit bis 30 Minuten sollten die Besucherinnen und Besucher aber rechnen. Nach der Impfung müssen sie noch einige Zeit zur Beobachtung in einer Ruhezone bleiben.

Das Personal für das Impfzentrum werde derzeit rekrutiert, sagte Stefan Majer. Auch Ärztinnen und Ärzte, die bereits in Ruhestand sind, sowie Studierende der Medizin sollen zum Einsatz kommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollen von mobilen Teams geimpft werden. Welche Organisation diesen Einsatz übernimmt, steht noch nicht fest.

Majer warb davor, dass die Bürgerinnen und Bürger sich impfen lassen. Zwar könne und werde es vereinzelt auch Probleme nach der Injektion geben. Das sei aber bei jeder Impfung der Fall.

Der Gesundheitsdezernent warnte allerdings vor der Annahme, die Bürger:innen könnten direkt nach der Impfung zur Normalität zurückkehren. Es werde Monate dauern, bis genügend Menschen geimpft seien. Es sei daher davon auszugehen, dass Regelungen wie der Maskenzwang noch das gesamte kommende Jahr über Bestand haben werden.

„Es gibt keine Alternative dazu, sich weiterhin an die Regeln zu halten“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt seit kurzer Zeit rückläufig sei, bezeichnete Feldmann als „Etappensieg“. Für Entwarnung sei es zwar noch viel zu früh, aber: „Wir werden den Kampf gegen dieses Virus gewinnen.“

In seiner ungewohnt emotionalen Rede dankte Feldmann Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) für das Verbot der „Querdenken-Demonstration“ am kommenden Wochenende. Von Corona-Leugnern und Maskenverweigerern gehe eine große Gefahr aus.

Martin Kliehm (Linke) wies in seiner Rede darauf hin, dass sich trotz des Verbots „Querdenker“ in Frankfurt angekündigt hätten. Man könne nicht darauf vertrauen, dass die Polizei konsequent gegen sie vorgehen werde. Deshalb sei es wichtig, sich an Gegendemonstrationen zu beteiligen.

Die SPD-Fraktionschefin Ursula Busch dankte dem Magistrat, der den Aufbau des Impfzentrums „gut im Griff“ habe. Finanziell sei die Stadt in Vorlage getreten, das Geld müsse sie sich vom Land Hessen zurückholen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare