Haushalt  

Stadt Frankfurt macht weniger Verlust als geplant

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Stadt Frankfurt hat vergangenes Jahr nicht ganz so ein riesiges Defizit erwirtschaftet wie befürchtet. Doch seitdem hat sich die finanzielle Lage dramatisch verschärft.

Die Stadt Frankfurt hat schon das von der Corona-Krise noch völlig ungetrübte vergangene Jahr mit einem Minus von 109 Millionen Euro abgeschlossen. Das hat Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU) am Mittwoch mitgeteilt. Geplant gewesen war sogar ein Minus von 160 Millionen Euro. Dass der Fehlbetrag im Jahresabschluss am Ende deutlich geringer ausfiel, hat in erster Linie mit Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer zu tun. Diese spülte vergangenes Jahr mit 2,01 Milliarden Euro so viel wie nie in der Frankfurter Geschichte in die Stadtkasse.

Becker stellt heraus, dass die Stadt vergangenes Jahr rund 489 Millionen Euro investierte und es geschafft habe, die Herausforderungen einer wachsenden Stadt mit fast 11 000 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zu meistern. Das sei eine enorme Leistung. Das Anlagevermögen habe mit 16,35 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht, die Eigenkapitalquote liege bei 47,5 Prozent. Damit stehe die Stadt auf einem stabilen Fundament.

Für das laufende Jahr rechnet Becker angesichts der Corona-Krise mit einem noch mehrfach höheren Defizit als 2019. Schließlich sind die Gewerbesteuereinnahmen, die vergangenes Jahr 49 Prozent der Gesamteinnahmen der Stadt ausmachten, massiv eingebrochen. Es gelte nun, klug zu konsolidieren, um die soziale Balance in Frankfurt zu erhalten, sagt Becker. Das heiße, in vielen Bereichen nachhaltig zu sparen, zugleich aber die hohe Attraktivität der Stadt durch Investitionen in Kinderbetreuung, Bildung, Kultur und Mobilität zu erhalten.

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