Frankfurt

Stadt Frankfurt lobt Partizipationspreis für Jugendliche aus

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Junge Menschen sollen sich mehr an Projekten und Gestaltung der Stadt beteiligen. Deswegen startet die Stadt gleich drei Initiativen für mehr Partizipation.

Die Stadt möchte, dass sich Frankfurts Jugendliche noch viel stärker an Entscheidungen über die Gestaltung der Mainmetropole beteiligen. Deshalb soll es in wenigen Monaten ein Jugendforum geben. Zudem lobt das Sozialdezernat einen neuen Partizipationspreis aus, bei dem es insgesamt 15 000 Euro zu gewinnen gibt. Abgerundet wird die Beteiligungsoffensive mit einer Befragung unter Kindern und Jugendlichen aus Harheim.

Partizipation im Internet

Das JugendbildungswerkFrankfurt hat alle Informationen auf der Internetseite www.fip2020.de gebündelt.

Dort gibt es Auskünfteüber den neuen Partizipationspreis für Jugendliche, das Jugendforum in diesem Jahr und das Frankfurter Partizipationsprojekt „FraPa“.

Bei dieser Kampagnekönnen sich Jugendliche unterschiedliche Projekte in ihrem Stadtteil fördern lassen. Bis zu 1000 Euro kann es geben. Gefördert wird das Ganze bis Ende 2021 von Aktion Mensch.

Die Befragung zum Freizeitverhalten von jungen Menschen im Stadtteil Harheim ist bereits angelaufen. In Kooperation mit dem Frankfurter Partizipationsprojekt sollen die Kinder und Jugendlichen gezielt im Stadtteil und an ihren Aufenthaltsorten angesprochen werden. Dadurch sollten alle die Chance haben, etwas zu bewirken, so Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). So gehen die Fragebogen in Jugendeinrichtungen und an Vereine vor Ort. Auch Audioaufnahmen solle es geben, um eine möglichst offene Form der Befragung zu ermöglichen, berichtet Roland Sauter, Leiter im Team politische und kulturelle Bildung der Stadt. Die Fragebogen können dann per Post zurückgeschickt werden oder in die extra eingerichtete Abgabemöglichkeit an der Bushaltestelle eingeworfen werden. Erste Ergebnisse soll es im Mai oder Juni geben, die dann auch im Ortsbeirat 14 präsentiert werden.

Mit dem neuen Partizipationspreis zielt die Stadt auf alle Frankfurter Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Diese sollen bis Ende März Projektideen einreichen, die sich um Engagement für andere, Gestaltung des Stadtteils oder generell die Übernahme sozialer Verantwortung drehen. Der Preis soll künftig alle zwei Jahre vom Jugend- und Sozialamt verliehen werden. Drei Gewinnerinnen oder Gewinner erhalten dann jeweils 5000 Euro für die Gestaltung ihrer Idee. Die Jury soll aus Jugendlichen und fachkundigen Personen aus dem Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit bestehen. Eine Begleitung bei der Umsetzung der Projekte erfolgt durch das Jugendbildungswerk.

Noch nicht ganz so konkret sind die Informationen über ein Jugendforum, das im Frühsommer durchgeführt werden soll. „Fest steht, dass der Name sich noch ändern soll. Den finden die Jugendlichen nicht so gut“, sagt Laura Abel, die sich beim Jugend- und Sozialamt um das Projekt kümmert. Veranstaltungszeitraum könnte Ende Mai sein. Veranstaltungsort könnte entweder das Haus der Jugend am Deutschherrnufer oder die Peterskirche an der Bleichstraße sein. Fest steht, dass zahlreiche Jugendliche sich dann mit Wünschen, aber auch konkreten Umsetzungen von Projekten für Jugendliche beschäftigen sollen. Themen wie Umwelt, Diskriminierung oder der ÖPNV stehen auf der Liste. Im Anschluss sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

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