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Max Hollein bei seinem Abschied aus Frankfurt.

Würdigung

Die Stadt Frankfurt ehrt Max Hollein

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Der frühere Städel-Chef bekommt die Goethe-Plakette. Außerdem ehrt die Stadt Frankfurt weitere Kulturschaffende.

Im Kaisersaal des Römers wird sich am heutigen Dienstag alles um Effi B. Rolfs drehen. Die Kabarettistin, seit 1990 Leiterin der „Schmiere“, bekommt die Goethe-Plakette, die die Stadt Frankfurt an herausragende Kulturschaffende verleiht.

Doch noch bevor Rolfs ihre Auszeichnung erhält, gibt der Magistrat drei weitere Preisträger bekannt: In diesem und dem kommenden Jahr geht die Goethe-Plakette an Max Hollein, Silke Scheuermann und Burkard Schliessmann.

Der Österreicher Hollein lebt seit drei Jahren nicht mehr in Frankfurt, sondern in den USA, doch „er ist Frankfurt immer noch eng verbunden“, wie Oberbürgermeister Peter Feldmann erklärte. 2001 hatte Hollein im Alter von 32 Jahren die Leitung der Schirn übernommen. Es folgten die Chefposten im Städel und im Liebieghaus. „Schirn, Städel und Liebieghaus Skulpturensammlung stehen heute für Kunst auf höchstem internationalem Niveau“, teilt der Magistrat mit. Feldmann würdigte Holleins Verdienste um die Erweiterung des Städels und die Organisation großer Ausstellungen wie etwa die Botticelli-Schau. 2016 ging Hollein ans Fine Arts Museum of San Francisco, seit August leitet er das Metropolitan Museum of Art in New York.

Die Schriftstellerin Silke Scheuermann.

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„In einer besonderen Tradition Goethes“ sieht der Magistrat die Schriftstellerin Silke Scheuermann. Ihr sei es gelungen, Leserinnen und Lesern die Naturgedichte näher zu bringen. Scheuermann, die in Karlsruhe geboren wurde, lebt in Frankfurt und hatte im vergangenen Jahr die Poetik-Dozentur der Goethe-Universität inne. Ihre Bücher erscheinen im Schöffling-Verlag.

Eine Goethe-Plakette geht auch an Burkard Schliessmann, den der Frankfurter Magistrat als „einen der erfolgreichsten Pianisten unserer Zeit“ bezeichnet. Ausgezeichnet wird er auch für sein soziales Engagement. So unterstützt er die Arbeit von Kinder- und Jugendhäusern mit Benefizkonzerten.

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