Die neue Website mit der Rubrik „Entdecken und erleben“.  
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Die neue Website mit der Rubrik „Entdecken und erleben“.

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Die Stadt Frankfurt bekommt eine neue Website

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Nach einem Relaunch geht die neue Website der Stadt Frankfurt online. Die FDP im Römer befürchtet, dass der Oberbürgermeister zu viel Einfluss nehmen könnte.

Nach einem Relaunch schaltet die Stadt ihre neue Website frankfurt.de am 15. Januar frei. Wie Günter Murr, Sprecher von IT-Dezernent Jan Schneider (CDU) mitteilte, sei die Testphase abgeschlossen. „Das System läuft“, sagte er.

Themenredakteure in den jeweiligen Ämter hätten sich überlegt, welche Inhalte der bisherigen Website in die neue exportiert werden sollen. Den digitalen Umzug steuere das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik. Ein externer Dienstleister habe ihn umgesetzt. Die Kosten liegen laut Murr bei 1,4 Millionen Euro. Stadtrat Schneider hatte den Relaunch schon 2016 angekündigt.

Groß auf der neuen Startseite zu sehen sei ein aktuelles Thema, dem weitere Themen folgten, führte Murr aus. Besucher würden auf die Social-Media-Angebote der Stadt - Instagram, Facebook, Twitter - und Videos verwiesen. Die jeweiligen Ämter, zum Beispiel das Kulturamt mit Veranstaltungstipps oder das Umweltamt mit Hinweisen zur Luftqualität, füllten die Website dezentral. Zwei frühere Mitarbeiter des Amts für Informations- und Kommunikationstechnik sorgten für den technischen Support. Die beiden Mitarbeiter seien nun ins Hauptamt gewechselt, zusätzlich gebe es dort drei befristete Projektstellen.

FDP in Sorge

Die FDP-Fraktion befürchtet nun, dass Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), dem das Hauptamt untersteht, zu viel Einfluss auf die Inhalte der Website nehmen könne. „Die inhaltliche Oberhoheit darf nicht dem Oberbürgermeister überlassen werden“, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn. Sie rügte, dass das frühere Presseamt vor drei Jahren in ein von Feldmann „abhängiges und für ihn tätiges“ Amt für Kommunikation und Stadtmarketing ersetzt worden sei. Auch sei das Gesicht des Oberbürgermeisters schon oft genug „auf Plakaten und in Postwurfsendungen“ zu sehen.

„Es wäre wirklich ein Trauerspiel, wenn auch noch der Internetauftritt der Stadt zu einem Propaganda-Instrument des Oberbürgermeisters mit der Peter-Feldmann-Show in Dauerschleife würde“ sagte Rinn. Angesichts der AWO-Debatte forderte sie den Oberbürgermeister zu Demut und Bescheidenheit auf.

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