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Die Kinder dürfen in der Kita Sonnenwind bleiben. Foto: Rolf Oeser

Frankfurt-Riedberg

Stadt baut am Riedberg eine neue Kita Sonnenwind

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Einrichtung zieht spätestens in drei Jahren um. Die Jungen und Mädchen werden nicht auf die umliegenden Einrichtungen verteilt.

Die Kita Sonnenwind bleibt dem Stadtteil erhalten. Das teilte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) in der Sitzung des Ortsbeirats 12 am Freitag mit. „Wir haben alle sehr viel Zeit, Mühe und Energie in diese Lösung gesteckt“, sagte die Politikerin. An der Straße Zur Kalbacher Höhe wird die Kita Sonnenwind zwischen Am Bonifatiusbrunnen und der Marie-Curie-Straße ein neues Gebäude bekommen.

Mit diesem Ergebnis war von Seiten des Ortsbeirates und der Eltern gerechnet worden, doch der offizielle Bauauftrag des Bildungsdezernats an Baudezernent Jan Schneider (CDU) stand bislang noch aus. Den habe sie nun erteilt, berichtete Weber, der Magistrat müsse lediglich noch die Planungsmittel frei geben. „Das wird jetzt ganz zügig vorangehen.“ Die Dezernentin rechnet mit zwei bis drei Jahren Bauzeit.

„Ich weiß, das war ein echter Kraftakt“, befand Marion Filges-Dingel, die Leiterin der Kita Sonnenwind. Genau wie viele Eltern sprach sie Weber in der Ortsbeiratssitzung ihren Dank aus für den Erhalt der Betreuungseinrichtung. Zudem bedankte sie sich für Unterstützung. Sie habe immer Rückenwind gespürt.

Auch die Elternbeiräte anderer Kitas zeigten sich erleichtert und dankbar: Ursprünglich hatte das Bildungsdezernat geplant gehabt, die Sonnenwind-Kinder auf die umliegenden Betreuungseinrichtungen Schatzinsel und Weltraum zu verteilen. Die Idee sei allerdings „nicht auf besondere Gegenliebe gestoßen“, erzählte Weber.

Die Eltern hatten gegen die im März publik gewordenen Planung protestiert, eine Online-Petition erreichte über 900 Unterschriften (die FR berichtete). Insgesamt 14 mögliche Standorte für die Betreuungseinrichtung waren dort vorgeschlagen worden – unter anderem auch das nun gewählte Grundstück. Das war eigentlich in Erbpacht vergeben gewesen, doch der Investor hat es nicht bebaut.

Dadurch konnte Baudezernent Schneider das Gelände zurückkaufen, auf dem nun die neue Kita Sonnenwind errichtet wird. Die muss umziehen, da sie derzeit an der Grundschule Riedberg angesiedelt ist, die Schule aber mehr Platz braucht. Dort soll die außerschulische Betreuung erweitert werden, die aktuell 192 Kinder in Anspruch nehmen, erklärte die Bildungsdezernentin. Zwar hätten Container auf dem Alten Gerichtsplatz den Platzmangel der Schule verringert, doch sie sei nichtsdestotrotz am Rande der Kapazitätsgrenze.

Die Kita Sonnenwind bleibe zunächst im Gebäude, so Weber weiter, und ziehe dann nach Fertigstellung der neuen Einrichtung geschlossen um. Betreiberin werde weiterhin die Caritas sein, auch wenn die Stadt das Gebäude baue. „Es bleibt soweit alles, wie es ist“ – erstmal. Denn die Betreuungseinrichtung zieht nicht nur um, sie wird laut Weber auch noch um 20 Plätze erweitert. Eine gute Nachricht für den kinderreichen Ortsteil, auch wenn die Betreuungssituation nach wie vor angespannt ist. Das stellte auch Weber in der Ortsbeiratssitzung fest: „Wir müssen noch eine weitere Kita bauen“.

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