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Können in der Nordwestkurve bald mehr Fans stehen?
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Können in der Nordwestkurve bald mehr Fans stehen?

Eintracht Frankfurt

Stadion für 60.000 Zuschauer

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Die Stadt steht einem Ausbau des Waldstadions auf mindestens 60.000 Plätze offen gegenüber. Die Frage ist nur, was Eintracht Frankfurt im Gegenzug bietet.

Für das Waldstadion, das Stadion am Bornheimer Hang und die geplante Multifunktionshalle am Kaiserlei könnte es in Zukunft nur noch einen Betreiber geben. Eine solche Lösung wäre „sehr interessant“, sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Dienstag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. In den vergangenen Wochen habe er mit zahlreichen Investoren gesprochen, die „Ideen haben, was man mit den Sportstätten machen kann“.

Die Betreiberverträge für Waldstadion und den Bornheimer Hang enden beide im Jahr 2020. Ein Jahr zuvor soll mit dem Bau der Arena am Kaiserlei begonnen werden. Am Betrieb des Waldstadions hatte zuletzt Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt Interesse angemeldet. Vorstand Axel Hellmann hatte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung erklärt, er könne sich eine „Win-Win-Situation“ für die Eintracht und die Stadt vorstellen.

Bereits vor einigen Wochen gab es Berichte, wonach Eintracht Frankfurt das Stadion von der Stadt erwerben wolle. In der Folge hätten sich mehrere andere Interessenten für den Betrieb oder den Kauf der Arena im Stadtwald bei ihm gemeldet, sagte Frank. „Für die Stadt ist es alles andere als schlecht, so ein Stadion zu besitzen“, sagte der Sportdezernent. Zumindest indirekt erteilte er damit Kaufinteressenten eine Absage.

Hilfe für angeschlagenen FSV

Offen steht der CDU-Politiker hingegen den Plänen für einen Ausbau des Stadions gegenüber. Die Arena, die derzeit bei Bundesligaspielen 51 500 Zuschauer fasst, könnte auf „mindestens 60 000 Plätze erweitert werden“. Hellmann hatte zuletzt vor allem für mehr Stehplätze geworben. In der Nordwestkurve, Heimat der treuesten Eintracht-Fans, sollten künftig 19 000 Zuschauer stehen.

Die Eintracht könne ein entsprechendes Konzept gerne vorlegen, sagte Frank. Er erwarte allerdings auch klare Aussagen zur Finanzierung. Die Stadt könne den Ausbau nur leisten, wenn die Kosten dafür über eine vertragliche Regelung mit der Eintracht zumindest zum großen Teil wieder hereinkommen.

Mit Sorge sieht man im Römer hingegen die Entwicklung beim Drittligisten FSV Frankfurt. Der Verein hat gewaltige finanzielle Probleme, die Insolvenz und ein Abstieg der Mannschaft bis in eine untere Amateurliga drohen. Das zuletzt für 30 Millionen Euro komplett umgebaute Stadion stünde dann nahezu leer. Nur die Footballer der Universe mit einigen wenigen Heimspielen wären noch Mieter. Das derzeitige Modell, wonach der FSV als Betreiber des Stadions zumindest teilweise den 30 Millionen teuren Umbau refinanziert, wäre dann endgültig gescheitert.

„Auch deshalb müssen wir unserem FSV helfen“, sagte Frank. Die Stadt habe dem Verein eine sechsstellige Summe gestundet. Mit dem designierten Vorstand um Michael Görner und Stephan Siegler (der auch Stadtverordnetenvorsteher ist) liefen weitere Verhandlungen. Mit einer Bürgschaft die Insolvenz abzuwenden, sei aber keine Option.

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