Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Justiz

Anklage nach 20 Jahren

  • Stefan Behr
    vonStefan Behr
    schließen

Nach der Auswertung von DNA-Spuren rollt die Staatswanwaltschaft Frankfurt den Fall eines 20 Jahre alten Raubüberfalls neu auf. Doch der mutmaßlicher Räuber sitzt bereits in Haft.

Zwanzig Jahre nach dem Raubüberfall auf eine Filiale der Dresdner Bank in der Eschersheimer Landstraße hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen der mutmaßlichen Bankräuber, einen heute 49 Jahre alten Mann aus Chile, erhoben. Ihm wird vorgeworfen, am 26. Juli 2000 mit drei Komplizen die Bank überfallen und die Angestellte und Kunden mit Schreckschusspistolen und einer Bombenattrappe bedroht und in Schach gehalten zu haben.

Nachdem die Bankräuber das ihnen anfänglich angebotene Hartgeld dankend abgelehnt und auf Papiergeld bestanden hatten, verließen sie Bank mit einer Beute von mehr als 180 000 D-Mark. Das Fluchtauto wurde nicht weit vom Tatort gefunden. In dem Auto befanden sich noch die Waffen, Strumpfhosen und Latexhandschuhe, an denen DNA haftete. Die allerdings konnten erst im Juni 2018 dem jetzt Angeklagten zugeordnet werden – und der scheint kein Kind von Traurigkeit zu sein.

Der in seiner chilenischen Heimat unter anderem wegen Raubes vorbestrafte Mann war erstmals im März 1998 nach Deutschland gekommen und hatte sich sofort mit einem solchen Eifer des Laden- und Handtaschendiebstahls angenommen, dass er bereits im Oktober desselben Jahres erstmals nach Chile abgeschoben wurde, wenn auch nicht nachhaltig. Derzeit verbüßt er eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten, zu der ihn das Landgericht Potsdam im Dezember 2018 wegen schweren Bandendiebstahls verurteilt hatte. Auch wenige Tage nach dem damaligen Banküberfall war der Mann bei einer Polizeikontrolle in einem Zug unangenehm aufgefallen, weil er sich illegal im Land aufhielt. Gegen eine Sicherheitsleistung von 500 Mark war er einstweilig laufengelassen worden. Die konnte er locker bezahlen, weil er etwa 45 000 Mark in bar mit sich führte, was aber niemanden zu verwundern schien.

Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landgericht steht bislang noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare