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Nicht jeder hält sich an die Regeln einer Spielstraße. 

Frankfurt-Ostend

Spielstraße deutlich markieren

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CDU und Grüne fordern Schildertausch am Parlamentsplatz. Tempo-10 soll den verkehrsberuhigten Bereich ersetzen.

Wofür steht das blaue Spielstraßen-Schild, auf dem ein Kind mit einem Erwachsenen Ball spielt? Am Parlamentsplatz wissen das viele Verkehrsteilnehmer nach Ansicht des Ortsbeirats 4 nicht. Die Stadtteilpolitiker fordern deshalb die Stadt auf, zu prüfen, ob die blauen Schilder dort durch „Höchstgeschwindigkeit Tempo 10“ ersetzt werden können.

Offiziell sei der Platz ein verkehrsberuhigter Bereich. Dort dürfen Kinder auf der Straße spielen, für den fließenden Verkehr gilt Schrittgeschwindigkeit, heißt es in der Begründung des gemeinsamen Antrags von CDU und Grünen. Derzeit vergnügten sich dort jedoch keine Mädchen und Jungen auf der Straße. Einerseits, da Bürgersteig und Fahrbahn klar voneinander getrennt sind – und nicht wie in Spielstraßen üblich niveaugleich. Auch seien am Parlamentsplatz viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Die vorhandene Beschilderung werde ignoriert oder stoße auf Unverständnis. Ein Tempo 10-Schild dagegen wäre „eine verständliche Anordnung, die zu Sicherheit auf dem Platz beitragen könnte“.

Alternativen gebe es keine. Ein Blitzer funktioniere an einem Kreisel wie am Parlamentsplatz nicht, sagte Katharina Seip von den Grünen. Schwellen, um die Autofahrer zum Abbremsen zu zwingen, seien den Anwohnern aus Lärmgründen nicht zuzumuten. Schließlich sei die Fahrbahn bereits mit Kopfstein gepflastert.

Die Spielstraßen-Schilder funktionierten nicht, sagt auch Darius Shafiei (SPD). Der Parlamentsplatz sei geeignet, den Schilder-Tausch exemplarisch auszuprobieren. Nach einem Jahr könne geschaut werden, ob es geklappt hat, „dann könnte man es gegebenenfalls auch an anderen Stellen ausweiten“.

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