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In der Nähe des blauen Zeltes wurde im Niddapark die Leiche gefunden.

Kriminalfälle

Diese Fälle bewegten Frankfurt

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Die Kriminalstatistik zeigt: Es gab viele spektakuläre Fälle der Frankfurter Polizei im vergangenen Jahr. Eine Auswahl.

10. Februar:Nach mehreren versuchten und vollendeten sexuellen Übergriffen auf Frauen klicken auf dem Uni-Campus Westend die Handschellen. Der Mann hatte seine Opfer stets nach einer Straße gefragt und sie dann ins Gebüsch gezogen. Im Februar hat er es offenbar auf eine Frau abgesehen, die als verdeckte Ermittlerin arbeitet. Sie nimmt ihn fest. Anhand von Spermaspuren wird der Mann überführt und zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

März bis Juli:Eine Bande von Trickdiebinnen treibt in der Innenstadt ihr Unwesen. Die Frauen sprechen die durchweg älteren Opfer an, fragen sie nach dem Weg oder machen sexuell anzügliche Bemerkungen. Derart abgelenkt merken die Geschädigten nicht, wie ihnen die Uhr vom Handgelenk gezogen wird. Die Polizei schätzt den Schaden alleine in Frankfurt auf 180 000 Euro. Die Ermittlungen führen schließlich zu einer von der Schweiz aus agierenden Bande mit mehr als 30 Mitgliedern.

18. April:In der Wohnung einer 87 Jahre alten Frau an der Offenbacher Landstraße kommt es zu einem versuchten Mord – jedenfalls schätzt der Haftrichter das Geschehen so ein. Opfer ist eine 87 Jahre alte Frau, die stark seh- und gehbehindert ist. In ihrer Wohnung hält sich in der Nacht auf den 18. April ein 58 Jahre alter Mann auf, zu dem sie ein enges Verhältnis pflegt. Nach Erkenntnissen der Polizei weckt der Beschuldigte die Frau, drückt ihr Kopf in das Kissen und verlangt Geld. Die Seniorin ist chancenlos, der mutmaßliche Täter ist ihr körperlich deutlich überlegen. Er fesselt die Frau, schnürt sie in eine Bettdecke ein, durchsucht ihre Wohnung nach Wertgegenständen und flüchtet. Durch Hilfeschreie macht das Opfer auf sich aufmerksam. Der Täter wird festgenommen. Im März soll das Landgericht ein Urteil fällen.

9. Mai:Spaziergänger finden im Volkspark Niddatal eine weibliche Leiche. Schnell ist klar, dass die 29-Jährige Opfer eines Verbrechens wurde. Die Frau war in der Frankfurter Gastro- und Partyszene bekannt. Am 10. Mai vernimmt die Polizei ihren Chef, einen 50 Jahre alten Gastronom. Anschließend entlassen die Beamten den Mann wieder. Tagsdrauf aber wird laut Polizei sein DNA-Muster am Tatort gefunden. Am 12. Mai ergeht Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft bereitet derzeit die Anklage vor.

Ende Mai:Spektakulärer Wohnungseinbruch in der Kennedyallee. Die Täter erbeuten Uhren, Schmuck, Taschen und Kleidung im Wert von 300 000 Euro. Einige Tage später tauchen drei Zeugen bei der Polizei. Sie haben zwei Pelzmäntel dabei, die aus dem Einbruch stammen. Einer der Zeugen sagt, er sei mit einem der Beschuldigten persönlich bekannt. Da das Opfer des Einbruchs eine Belohnung für die Wiederbeschaffung seines Hermelin-Pelzmantels ausgelobt habe, hätten seine Freunde und er die Mäntel gekauft. Allerdings sei es ihnen nicht gelungen, mit dem Geschädigten in Kontakt zu treten. Und so entschied sich das Trio, zur Polizei zu gehen. In der Nacht auf den 6. Juni werden die mutmaßlichen Einbrecher festgenommen.

29. Juni:Seit acht Tagen haben Frauen in Griesheim Angst vor einem Mann, der insgesamt vier sexuelle Übergriffe verübt. Er nähert sich den Opfern, greift ihnen an Brust, Gesäß und Intimbereich, in einem Fall nimmt er die Frau auch in den Schwitzkasten. Eine Wiedererkennung erscheint so gut wie ausgeschlossen, doch die Veröffentlichung in der Presse bringt den entscheidenden Hinweis auf den 16 Jahre alten Verdächtigen.

20. September:Die Polizei nimmt den „Radelnden Räuber“ fest. Der 18-Jährige soll es vor allem im Nordend auf Radfahrerinnen abgesehen haben. Der Mann, der ebenfalls auf einem Rad unterwegs war, klaute die Handtaschen der Frauen aus den Fahrradkörben, so die Ermittler. 

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