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Erste Ergebnisse der Untersuchungen für einen neuen Stadtteil im Nordwesten Frankfurts werden der Öffentlichkeit präsentiert.

Stadtteil an der A5

Frankfurt: Speed-Dating zum neuen Stadtteil

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Das Frankfurter Stadtplanungsamt stellt die Untersuchungsergebnisse zum neuen Stadtteil vor. Ausdrücklich sind auch die Bürger der Nachbarkommunen und Kritiker des Vorhabens eingeladen.

Knapp zwei Jahre nachdem das Frankfurter Stadtparlament vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklung im Nordwesten der Stadt beschlossen hat, präsentiert das Stadtplanungsamt nun die ersten Ergebnisse der Öffentlichkeit. Die Infoveranstaltung, die am Donnerstag, 28. November, um 18 Uhr im Planungsdezernat, Kurt-Schumacher-Straße 10, beginnt, soll zugleich der Auftakt für den Beteiligungsprozess zum „neuen Stadtteil der Quartiere“ östlich und westlich der Autobahn 5 sein.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) wird das Untersuchungsverfahren vorstellen und sich, wie es in der Ankündigung heißt, in einem „Speed Dating“ Fragen der Besucher stellen. Diese sollen zudem an Infoständen mit Fachleuten des Planungsamts und Gutachtern über Themen wie den Autobahnlärm, elektromagnetische Felder, die klimatischen Verhältnisse im Gebiet, Landschaftsplanung und Artenschutz, Wasserschutz und Verkehrsanbindung sprechen können.

Bürger werden an einem großen Luftbild aufzeigen können, welche Aspekte ihnen bei einer Entwicklung des Areals wichtig sind. Eigentümer und Pächter von Flächen in dem bisher vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebiet sollen Ansprechpartner finden und Gesprächstermine vereinbaren können.

Josef lädt bewusst auch die Bürger der Nachbarkommunen Eschborn, Steinbach und Oberursel ein, sich bei der Veranstaltung zu informieren und sich an dem Prozess zu beteiligen. Die Stadt werde auch mit kritischen Organisationen und Initiativen einen Dialog auf Augenhöhe führen. So ist der Verein „Brücke 71“ eingeladen, an einem eigenen Infostand seine Position zu den Plänen darzustellen.

Derzeit spricht nicht viel dafür, dass das Frankfurter Vorhaben Realität werden könnte. Die Regionalversammlung dürfte dieses in seiner Sitzung am 13. Dezember ablehnen. Außer der CDU haben sich auch die Grünen gegen die Pläne positioniert. Dagegen hat sich nach der Industrie- und Handelskammer nun auch der Verband der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft auf die Seite der Stadt Frankfurt gestellt. Dieser appellierte am Mittwoch an die Regionalversammlung, dem Projekt zuzustimmen „und damit einen wichtigen Beitrag für bezahlbares Wohnen im Rhein-Main-Gebiet“ zu leisten.

Wer an der Veranstaltungteilnehmen will, muss sich bis Montag, 25. November, per E-Mail an veranstaltung.amt61@stadt-frankfurt.de anmelden. Mehr zum neuen Stadtteil unter www.stadtplanungsamt-frankfurt/nordwest

Debatte im Stadtteil 

Der Amselhof-Kulturverein lädt für Dienstag, 26. November, zu einer Diskussion zu den Auswirkungen des Klimawandels und den Plänen für neue Quartiere im Nordwesten der Stadt an der Autobahn 5 ein. 

Die Veranstaltung unter der Überschrift „Klima-Wind-Wasser“ beginnt um 19 Uhr im Saal am Hof, Alt-Niederursel 51. 

Joachim Curtius , Professor am Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe-Uni und Mitglied der Scientists for Future, spricht über globale Aspekte des Klimawandels. 

Bastian Bergerhoff , Kreissprecher der Frankfurter Grünen, erläutert das Frankfurter Klimapaket, Wolf-Rüdiger Hansen vom Kulturverein Amselhof spricht über die Klimaaspekte der möglichen Bauvorhaben östlich und westlich der Autobahn 5. 

Der Verein Brücke 71 aus der Nordweststadt und der Kreisverband des BUND unterstützen die Veranstaltung. Eintritt frei.

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