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Simon Witsch, SPD, bis vorgestern noch Juso-Sprecher, neuerdings Stadtverordneter in Frankfurt. Foto: Peter Jülich
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Simon Witsch, SPD, bis vorgestern noch Juso-Sprecher, neuerdings Stadtverordneter in Frankfurt.

Stadtverordnete Frankfurt

SPD-Stadtverordneter Simon Witsch: Hart in der Sache, fair zueinander

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Der Frankfurter SPD-Stadtverordnete Simon Witsch bevorzugt inhaltliche Debatten ohne Show. In einer Serie stellt die FR sechs der Neulinge im Römer vor.

Reden um des Redens willen? Das Podium zur Nabelschau benutzen? Das ist nicht so die Welt von Simon Witsch. Der 28-Jährige ist seit der jüngsten Wahl Stadtverordneter der SPD. Er muss sich noch hineinfinden in die Welt des Römers, sagt er. „Ich habe etwas gefremdelt“ in den ersten beiden Sitzungen im Plenarsaal. „All die Rituale“, meint er und schüttelt den Kopf: „Ich freue mich darauf, wenn die Ausschüsse gebildet werden, das inhaltliche Arbeiten beginnt.“

Witsch bringt sich gleich in zwei solcher Gruppen ein: Verkehr und Planen, Bauen, Wohnen. Was zeigt, dass er zwar jung, aber keineswegs unerfahren ist. Seit 13 Jahren ist er in der SPD aktiv, hat sich in die Themen eingearbeitet. Entsprechend bringt ihm die Fraktion Vertrauen entgegen. Witsch hat den Koalitionsvertrag mitverhandelt, ist auch gleich planungspolitischer Sprecher der Fraktion geworden, Nachfolger von Sieghard Pawlik. „Ich trete in sehr große Fußstapfen“, sagt er bescheiden.

Die Serie

49 der 93 Frankfurter Stadtverordneten sind neu im Parlament. Was trieb sie in die Politik, was wollen sie dort erreichen? Die FR stellt sechs der Neulinge vor und wird in den kommenden Monaten regelmäßig über sie berichten.

Den Anfang machen wir mit Simon Witsch (SPD). Es folgen in unregelmäßigen Abständen kurze Portraits von Daniela Mehler-Würzbach (Linke), Martin Huber (Volt), Sara Steinhardt (CDU), Mirrianne Mahn (Grüne) und Nathaniel Ritter (FDP). sky

Von den Ausschüssen erhofft er sich „mehr sachorientierte Diskussionen“. Den vereinbarten Koalitionsvertrag hält er für eine gute Grundlage. Etwa den neuen Baulandbeschluss, nach dem 50 Prozent aller neuen Wohnungen öffentlich gefördert sein sollen. Mit der Union, in der Koalition davor, hat es schon um die Ausgestaltung der 30 Prozent Streit gegeben. Erstmals in der Geschichte ist im Baulandbeschluss auch studentisches Wohnen eingeschlossen.

Ebenfalls wichtig für die Zielgruppe der Studierenden: der Lückenschluss der U4 über den Campus Westend. Auf den hat sich die Koalition auch eingeschworen, sofern das Gutachten dem Vorhaben keine negativen Auswirkungen auf den Grüneburgpark aufzeigt. „Das ist den Grünen wichtig“, sagt Witsch. Der, das wird schnell klar, in der parteiübergreifenden Zusammenarbeit im Viererbündnis keine Berührungsängste zeigt.

Die jüngeren Stadtverordneten von SPD, Grünen und Volt hätten bereits ein loses Netzwerk geknüpft. Auch mit der FDP beginnt Witsch, zarte Bande zu knüpfen. Die Neulinge hätten den Auftakt im Römer ähnlich erlebt wie er, erzählt er. Eine Plenarsitzung von 16 bis 23.30 Uhr sei schon gewöhnungsbedürftig – wenn sich am Ende die Frage stelle: „Haben wir heute etwas für die Menschen in dieser Stadt erreicht?“ Darum gehe es schließlich in der Politik, findet Witsch. Auch die Diskussionskultur der vergangenen Wahlperiode habe ihn manchmal befremdet, sagt er unumwunden. Es gelte, hart in der Sache zu diskutieren - aber fair zueinander.

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