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Simon Witsch, hier zum Auftakt der FR-Serie über neue Stadtverordnete im Juni, kommt inzwischen immer besser zurecht im Frankfurter Stadtparlament.
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Simon Witsch, hier zum Auftakt der FR-Serie über neue Stadtverordnete im Juni, kommt inzwischen immer besser zurecht im Frankfurter Stadtparlament.

Neu im Römer

SPD-Stadtverordneter Simon Witsch: Alles andere als ein Hinterbänkler

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Als planungspolitischer Sprecher der SPD im Frankfurter Römer hat Simon Witsch eine wichtige Aufgabe. Im Stadtparlament kommt der neue Stadtverordnete immer besser zurecht.

Simon Witsch hat seinen ersten Antrag geschrieben. Ziel ist es, dass die städtische Wohnungsgesellschaft ABG mehr geförderten Wohnraum errichtet und die Mieten in bestimmten Fällen senkt. Noch laufen letzte Abstimmungen mit den Koalitionspartnern. Dann werden sich die Stadtverordneten mit der Sache befassen. „Mittlerweile komme ich immer besser zurecht“, sagt der Sozialdemokrat, der im März erstmals in das Frankfurter Stadtparlament gewählt wurde. „Ich verstehe langsam die Strukturen.“

Der 29-Jährige ist jetzt schon alles andere als ein Hinterbänkler. Als planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, die mit Grünen, FDP und Volt die neue Stadtregierung stellt, befasst er sich mit einem der größten und anspruchsvollsten Ressorts, wird sehr oft zu hören sein im Stadtparlament. Als die Stadtverordneten jüngst mit sehr großer Mehrheit die erste große Neugestaltung der Hauptwache seit Jahrzehnten auf den Weg brachten, hielt er die Rede für die SPD im Römer. „Ich habe eine der spannendsten Aufgaben bekommen“, sagt er.

Simon Witsch lobt die Zusammenarbeit in der Vierer-Koalition im Römer

Da verschmerzt er es auch, dass er fraktionsintern eine Niederlage einstecken musste. Witsch hatte sich für den Fraktionsvorstand beworben und scheiterte knapp. „Natürlich war ich enttäuscht.“ Trotzdem sei er alles andere als unzufrieden mit seiner Rolle in der Fraktion.

Sogar überaus positiv empfindet er die Zusammenarbeit in der neuen Koalition. Witsch spricht von einem „super Miteinander“, einem großen Vertrauen zwischen den Partnern. An diesem hatte es im früheren Bündnis von CDU, SPD und Grünen sehr gemangelt.

Masterarbeit geschrieben parallel zum Job und zur Arbeit als Stadtverordneter

Witsch hat anstrengende Monate hinter sich. Parallel zur Arbeit als Personalberater und seinem politischen Engagement in Stadtparlament, Partei und bei den Jusos hat der Ginnheimer seine Masterarbeit in Politikwissenschaft geschrieben, sich mit dem Wirtschaftswachstum in Portugal befasst. Umso erleichterter war er, als er sie vor zwei Wochen abgeben konnte. „Das war keine schöne Zeit“, sagt er.

Die stark ansteigenden Corona-Zahlen machen die politische Arbeit nicht einfacher. Die Fraktion tagt nur noch online. Auch mit den anderen Planungspolitiker:innen oder den Jusos, deren Bezirkschef er ist, trifft sich Witsch nun wieder überwiegend virtuell. Sehr viele Stunden in Videokonferenzen kommen so zusammen. Nicht nur deshalb sieht er bei den digitalen Ressourcen der Stadtverordneten durchaus noch Luft nach oben. Hilfreich wäre es etwa, wenn diese E-Mail-Adressen und Anschluss an das städtische Intranet erhielten, findet Witsch. Und kann sich auch eine Umstellung auf ein möglichst papierloses Arbeiten vorstellen.

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