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Wir sehen uns – Nashörner sind auch künftig in Frankfurt gesetzt.

Zoo Frankfurt

Zoo-Pläne liegen auf dem Tisch

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Die nächste Ausbaustufe für den Zoo in Frankfurt steht bevor. Der Magistrat will bis zum Frühling am „Masterplan“ feilen.

Zunächst einmal fünf gute Nachrichten für die Freunde von Nashörnern, Flusspferden, Giraffen, Pavianen und Okapis im Zoo: All diese fünf großen Tierarten wird es auch künftig im flächenmäßig kleinen Frankfurter Tierpark geben, wenn es nach den Plänen des Zoos für die nächste Entwicklungsstufe geht. „Diese Tiere sind gesetzt“, sagt Direktor Manfred Niekisch am Montag der Frankfurter Rundschau. „Und was drumherum sein wird, etwa Antilopen und Zebras, das ist noch offen.“

Die Rede ist vom nächsten „Masterplan“, von der Weichenstellung für den Zoo der Zukunft. Der vorige 30-Millionen-Euro-Plan, mit dem die Stadt etwa den neuen Eingangsbereich und das Ukumari-Land für die Bären verwirklichte, ist bald abgearbeitet; letztes Großprojekt daraus ist die Pinguinanlage, deren Bau die Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) im Dezember mit dem ersten Baggerbiss eröffnete. Bei dieser Gelegenheit kündigte Niekisch den nächsten Masterplan für Januar an.

Und wie sieht er aus? „Wir haben unsere Eckpunkte aus zoologischer Sicht formuliert“, sagt Niekisch, „jetzt müssen wir mit der Stadtpolitik absprechen, was machbar ist.“

Zur Debatte steht das Gebiet im südwestlichen Teil des Zoos: also von der Max-Schmidt-Anlage mit der Südamerikafraktion aus Maras, Nandus und Vikunjas über die Mhorr-Gazellen und Zebras bis zum Giraffen- und zum Nashornhaus. Niekisch: „Wir haben als Erstes das Raumangebot geprüft – genug Platz für das, was wir vorhaben, wäre da.“ Zwei Probleme wären vordergründig zu lösen. Erstens: Die vorhandenen Tiere müssen in der Umbauzeit vernünftig untergebracht werden. Und zweitens: „Wir wollen dann nicht nur Baustellen auf dem Gelände haben, sondern auch noch Attraktionen für die Besucher“, sagt der Zoodirektor.

Aber das werde sich klären lassen, genauso wie „ein knackiger Name“ für die künftige Anlage. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Eckpunkte akzeptiert werden“, sagt Niekisch. Zeitplan und Finanzierung seien noch ganz offen. Letzteres bestätigt Antje Runge, Sprecherin im Büro von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Sie erwartet die nächsten Schritte für Februar oder März. „Die Dezernentin wird sich die Pläne anschauen mit den Kuratoren und dann überlegen, wie der Zoo weiterzuentwickeln ist. Der Wille ist auf jeden Fall da.“

Auf eine Summe, analog zu jenen 30 Millionen der vorigen Phase, möchte sich das Kulturdezernat noch nicht festlegen. „Erst einmal wollen wir sehen, was notwendig ist“, sagt Antje Runge – und ohnehin sei der laufende Masterplan noch gar nicht ganz abgearbeitet. „Da ist noch einiges zu tun“, sagt die Sprecherin. „In der Afrika-Savanne etwa“, das ist der Bereich im Nordosten, „muss etwas passieren.“

Und am hinteren Zooeingang wird auch etwas passieren, ihn will Stadträtin Hartwig wieder öffnen. „Dazu braucht es Geld und Personal“, sagt Niekisch. „Im neuen Haushalt ist schon mehr Personal für den Zoo eingestellt“, sagt Runge: Leute für die Kassen und auch für die Pinguinanlage. „Neue Anlagen brauchen auch Personal“, da sind sich Zooleitung und Dezernat einig. Und dass die Tür zum Zoo auch wieder von der Rhönstraße her aufgeht, daran lässt Runge keinen Zweifel: „Zum Programm der Kulturdezernentin gehört es ja ausdrücklich, Türen zu öffnen.“

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