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Der Frankfurter Hauptstadtbeauftragte Martin Wimmer.

Hauptstadtbeauftragter der Stadt Frankfurt

Wimmer hat gekündigt

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Der Hauptstadtbeauftragte der Stadt Frankfurt, Martin Wimmer, geht Ende März 2019. Damit endet eine bizarre Episode in der Stadtpolitik.

Nach nur acht Monaten im Amt hat der Hauptstadtbeauftragte der Stadt Frankfurt, Martin Wimmer, seine Kündigung eingereicht. Er will zum 31. März 2019 aus dem Dienst der Stadt ausscheiden – „mit noch unbekanntem Ziel“, wie der Magistrat am Freitagnachmittag bekanntgab.

Damit endet eine bizarre Episode in der Stadtpolitik. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte seinen vorherigen Büroleiter im April als Hauptstadtbeauftragten nach Berlin entsandt. Gegen den Protest der Opposition behauptete der OB, sein Vertrauter werde in Berlin dringend gebraucht, um dort Fördermittel des Bundes einzuwerben.

Wie die Bilanz Wimmers in dieser kurzen Zeit ausfällt, ist unklar. Der OB sagte am Freitagnachmittag, Probleme wie Wohnungsbau, Digitalisierung der Schulen oder öffentlicher Nahverkehr ließen sich nur mit Hilfe des Bundes und des Landes lösen. Er werde diese Aufgaben in seinem Dezernat „neu aufteilen“, erklärte Feldmann. Dies würde bedeuten, dass es keinen Hauptstadtbeauftragten mehr gibt.

Wimmer hatte seit 1. Juli 2012 zunächst das OB-Büro geleitet. Er habe dazu beigetragen, dass die Weichen in der Frankfurter Stadtpolitik neu gestellt worden seien. Der OB bedankte sich bei Wimmer „für seine hervorragende Arbeit“. Wimmer ist Mitglied der Denkfabrik „Solidarische Moderne“, die „politische Alternativen zum Neoliberalismus“ entwickeln will. Seine Initiativen in Frankfurt, etwa ein OB-Papier zur Kulturpolitik, waren umstritten. 

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