Frankfurt

SPD will Geld fürs Schwimmen

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Die Sozialdemokraten sehen Nachbesserungsbedarf beim Bäderkonzept. Ziel sei, Vereine und Schulen zu stärken und die Eintrittspreise stabil zu halten.

Die SPD-Fraktion im Römer will mehr Geld in die Frankfurter Bäderlandschaft investieren. „Wir sehen Schwimmbäder als Daseinsfürsorge“, sagte die Fraktionsvorsitzende Ursula Busch bei der Vorstellung eines eigenen Positionspapiers. Damit wollen die Sozialdemokraten das bislang vorliegende Bäderkonzept 2025 überarbeiten.

Kritik hat die SPD vor allem an zwei Stellen. Zum einen sollen Vereine und vor allem Schulen mehr als bisher vorgesehen unterstützt werden. Das bislang vorliegende Bäderkonzept sieht eine Konzentration des Vereins- und Schulschwimmens im geplanten Goethebad an der Sport-Uni vor. Gerade für Schüler im Osten der Stadt würde das aber einen weiten Anfahrtsweg bedeuten, der kaum noch Zeit für das eigentliche Schwimmen ließe. „Wir sind völlig überzeugt vom dezentralen Konzept der Stadtteilschwimmbäder“, so Busch. Die derzeit nicht nutzbaren oder maroden Schulschwimmbäder sollten daher ertüchtigt werden.

Der zweite Kritikpunkt setzt an der Entwicklung der Eintrittspreise an. Das Bäderkonzept sieht eine regelmäßige, moderate Preisanpassung vor. „Wir sind gegen eine automatisierte Preiserhöhung“, so Jan Klingelhöfer, der sportpolitische Sprecher der SPD. Auch einen Wegfall von Rabatten und Vergünstigungen sieht die SPD kritisch.

Wie das Ganze angesichts der Sparbemühungen im Römer finanziert werden soll, ließ die SPD-Fraktion offen. „Natürlich wird das was kosten“, räumte Busch ein. Es handele sich aber um gerechtfertigte Investitionen, „um den sozialen Frieden zu stabilisieren.“ Schwimmbäder seien in der wachsenden Stadt zur Freizeitgestaltung notwendig, aber auch, um den immer höheren Anteil an Nichtschwimmern in der Bevölkerung klein zu halten.

Die SPD will ihr Positionspapier nun in die Diskussion mit Sportvereinen, aber auch mit den Koalitionspartnern bringen. Ganz schnell freilich werde das nicht gehen. Die SPD rechnet erst im nächsten Jahr mit einer Entscheidung.

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