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Da ist er: Der Frankfurter Weihnachtsbaum durfte 80 Jahre lang in Schlüchtern wachsen - nun steht er auf dem Römerberg.

Frankfurt

Weihnachtsbaum kommt heil auf Römerberg an

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Der Frankfurter Weihnachtsbaum ist da: Die rund 30 Meter hohe Fichte hat den Transport aus Schlüchtern offenbar unbeschadet überstanden und steht nun auf dem Römerberg.

Die Bürgergarde aus Schlüchtern stand aufgereiht auf dem Römerberg und die Stadtkapelle der Gemeinde aus dem Main-Kinzig-Kreis ließ etwas Blasmusik erklingen. Während die Ohren den Melodien lauschten, waren die Augen doch fast ausschließlich auf den riesigen grünen Baum gerichtet, der sich mit Hilfe eines Krans in die Höhe schwang. Frankfurts diesjähriger Weihnachtsbaum nahm seinen Platz vor dem Römer ein.

Die knapp 30 Meter hohe und 80 Jahre alte Rotfichte stammt aus dem Spessart bei Schlüchtern und hatte entsprechend eine kurze Anreise. Gegen 8 Uhr früh machte sich der Transport auf den Weg – noch vor 10 Uhr kam die Fichte am Mainkai an. Diesmal hatte sich die Stadt eine andere Route für den Baum ausgesucht, so dass der Transport über das Fahrtor auf den Römerberg rollte.

„Die neue Route hat sich bewährt“, sagte Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH, nach der Ankunft des Baums. Auch im kommenden Jahr könnte der Baum wieder über den neuen Weg angeliefert werden.

Etwas sorgenvoll blickte der Geschäftsführer noch auf das Anheben des Baums. „Da kann der Stamm noch knicken.“ Doch die Arbeiter und Feuerwehrleute sorgten dafür, dass der Baum wohlbehalten in die drei Meter tiefe Aussparung im Boden vor dem Rathaus gelangte. „Im Liegen sieht er sehr gut aus“, sagte Zuschauer Rolf Weiland. Als er den Baum schließlich aufrecht sah, urteilte der Frankfurter sogar: „wunderschön“. Weiland war seit 10 Uhr beim Spektakel auf dem Römerberg dabei – übrigens zum ersten Mal. „So etwas sieht man nicht jeden Tag.“ In den vergangenen Jahren sah der Weihnachtsbaum der Stadt immer merkwürdig aus. Im Vergleich dazu mache die Rotfichte aus dem Spessart einen sehr guten ersten Eindruck.

Auch Heide Schneider war zum ersten Mal Zuschauerin beim Aufstellen des Weihnachtsbaums. „Und das, obwohl ich seit 50 Jahren hier lebe“, sagte die Frankfurterin. Schneider findet es toll, dass der Baum diesmal aus Hessen kommt. „Aber man kann es mit dem Baum nicht allen recht machen“, sagte sie und machte deutlich, dass der Weihnachtsbaum das markanteste Zeichen des Weihnachtsmarkts sei. Sein Transport sei ein Kunststück gewesen. „Wenn es nach mir geht, muss er aber nicht so groß sein. Es kommt hauptsächlich auf den Wuchs an.“

Etwas weiter abseits ließ sich Elisabeth Schön einen kleinen Zweig vom diesjährigen Baum geben. „Den lege ich auf das Grab meines Mannes. Früher haben wir uns das Aufstellen des Baumes immer gemeinsam angeschaut“, sagte die Frau aus Frankfurt. Für sie fange mit dem Aufstellen des Baums nun die Vorweihnachtszeit an.

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