+
Sprung in die Tiefe, für Kinder demnächst kostenlos.

Schwimmbäder in Frankfurt

Unterstützung für die Frankfurter Bäder

  • schließen

Künftig erhalten Kinder unter 14 Jahren freien Eintritt in die Frankfurter Schwimmbäder. Der dadurch entstehende Verlust lässt sich noch nicht beziffern - er wird aber ausgeglichen.

Der freie Eintritt für Kinder bis 14 Jahren in die Schwimmbäder soll nun so schnell wie möglich umgesetzt werden. Nachdem sich die Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und Grünen vor Weihnachten auf die Regelung geeinigt hatten, hat der Magistrat am Donnerstag eine entsprechende Vorlage veröffentlicht. Die Stadtverordneten müssen dem Papier noch zustimmen.

Wie hoch der finanzielle Verlust ist, der den städtischen Bäderbetrieben durch den freien Eintritt entsteht, geht aus der Vorlage nicht hervor. Etwas kryptisch heißt es dazu, die Einnahmeausfälle müssten „unterjährig statistisch aufbereitet werden“. Sprich: Wie sich die Besucherzahlen entwickeln, kann die Stadt derzeit noch nicht vorhersagen. Denn im Sportdezernat von Markus Frank (CDU) hofft man darauf, dass die neue Regelung dazu führen wird, dass mehr Familien als bisher in eines der 13 städtischen Schwimmbäder gehen, wobei die Eltern nach wie vor Eintritt bezahlen müssen. Die Bäderbetriebe setzen auch auf mehr Gäste aus dem Frankfurter Umland. Gleichzeitig hebt der Magistrat hervor, dass mehr Besucher auch mit mehr Kosten für die Badeaufsicht, das Reinigungspersonal und die Mitarbeiter an der Kasse verbunden wären.

Fest steht nur: Die Bäderbetriebe bleiben auf den erwarteten Verlusten nicht sitzen. Die Stadtwerke Holding wird einspringen. Insofern müssen die Bäderbetriebe auf keine der demnächst anstehenden Investitionen, wie etwa den Neubau des Rebstockbades, verzichten.

Mit dem freien Eintritt für Kinder sollten vor allem einkommensschwache Familien unterstützt werden, „die Frankfurter Bäder wieder zu nutzen“, heißt es in der Magistratsvorlage. Doch die Regelung soll für alle Kinder in Frankfurt gelten – unabhängig vom Gehalt der Eltern.

Im Gegensatz dazu steht das Konzept des freien Eintritts von Kindern in städtische Kultureinrichtungen. Dabei gilt eine Einkommensgrenze von 4500 Euro netto im Monat. Familien, die mehr verdienen, können den zum Eintritt notwendigen Pass für einen geringen Betrag erwerben, so der Beschluss der Römer-Koalition. Wie viel die Betroffenen zahlen müssen und in welchen Einrichtungen die Regelung gelten soll, steht allerdings noch nicht fest. Deshalb gibt es – anders als jetzt für den freien Eintritt in die Bäder – in Sachen Kultureinrichtungen auch noch keine Vorlage des Magistrats.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare