Frankfurt-Westend

Umzug an der Universität

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Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung hat eine neue Heimat und einen neuen Namen bekommen.

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) ist umgezogen. Es ist nun auf dem Campus Westend beheimatet. Dort wurde für das DIPF in den vergangenen drei Jahren ein neues Gebäude errichtet, da im angestammten Sitz an der Schloßstraße in Bockenheim nicht mehr genügend Platz für die Mitarbeiter war. Der Neubau vereint das bisher auf mehrere Standorte in Frankfurt und Berlin verteilte Institut räumlich. Der Campus mit der Goethe-Uni und vielen weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen sei das wissenschaftliche Zentrum Frankfurts, sagt Marc Rittberger, stellvertretender Direktor des DIPF. „Hier bieten sich exzellente Bedingungen für ein vernetztes Bearbeiten von Zukunftsfragen.“

Neue Testräume

Das 1951 gegründete Institut widmet sich den Grundfragen zur Erforschung, Planung und Evaluation des Bildungswesens. Auf den 7800 Quadratmetern in dem neuen Sitz gibt es neben Büros unter anderem einen Laborkomplex mit Testräumen für Kinder, eine Bibliothek und eine Kinderkrippe, die vom DIPF gemeinsam mit der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung genutzt wird. Die Baukosten von 42,9 Millionen Euro für den Neubau haben sich das Land Hessen und der Bund jeweils zur Hälfte geteilt. 

Das DIPF hat aber nicht nur eine neue Heimat, sondern auch einen neuen Namen. Es nennt sich nun „DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation“. „Mit unserem neuen Namen wollen wir unsere zentralen Arbeitsfelder benennen und die Zugehörigkeit zur Leibniz-Gemeinschaft stärker betonen“, sagt Rittberger. Das DIPF ist seit der Gründung der Leibniz-Gemeinschaft im Jahr 1990 Mitglied dieser Wissenschaftsorganisation, die 93 selbstständige wissenschaftliche Einrichtungen aus vielen Disziplinen vereint. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. 

Im Gebäude an der Schloßstraße wird eine neue Grundschule eröffnen. „Wir sind schon in der Vorbereitung für den Umbau“, sagt Rüdiger Niemann, Referent von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Eigentlich sollte die Schule schon im Sommer 2019 eröffnet werden, „doch der Auszug des DIPF hat sich um ein Jahr verzögert“. Mitte Dezember werde nun das Gebäude übergeben, spätestens im Jahr 2020 die Schule eröffnen. 

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