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Die ersten Glasfasern will die Telekom an der Billtalstraße im Stadtteil Höchst verlegen. (Symbolbild)

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Superschnelles Netz für ABG-Mieter

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Die Telekom bietet bei 10.000 neuen Wohnungen Surfen in Gigabit-Geschwindigkeit.

Die Mieter der 10 0000 neuen Wohnungen, die die ABG Frankfurt Holding in den kommenden Jahren errichten will, sollen günstig fernsehen und mit der Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit Internetangebote nutzen können. Dazu bindet die Deutsche Telekom in den kommenden zehn Jahren alle Neubauprojekte des städtischen Immobilienkonzerns an das Glasfasernetz an. Die Kabel werden dabei nicht nur bis in den Keller, sondern in die einzelnen Wohnungen verlegt. Darauf haben sich die Konzerne, wie der Aufsichtsratsvorsitzende der ABG, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), am Montag sagte, in einem Exklusiv-Vertrag verständigt. Die ersten Glasfasern will die Telekom an der Billtalstraße im Stadtteil Höchst verlegen, wo 28 geförderte Passivhauswohnungen entstehen.

Kabelfernsehen zu schauen, soll für die ABG-Mieter in den Neubauwohnungen 5,19 Euro im Monat kosten. Die rund 52 000 Bestandsmieter der Wohnungsgesellschaft zahlen nach Angaben von Geschäftsführer Frank Junker mit 11,20 Euro im Monat mehr als das Doppelte. Bisher versorgten Unitymedia und Pyur (früher: KMS) die ABG-Wohnungen mit Kabelfernsehen. Die Verträge liefen aber in wenigen Jahren aus. Dann könnte die Telekom nach Worten Junkers auch dort die Fernseh- und Internetversorgung übernehmen. Es gebe derzeit keinen Mitbewerber, dessen Angebot so gut und günstig sei wie das der Telekom, sagte der ABG-Chef.

Auch Unitymedia investiert

Was die Mieter der neuen Wohnungen für die Nutzung des Internets mit bis zu einem Gigabit im Download, 500 Megabit im Upload zahlen müssen, steht laut ABG und Telekom noch nicht fest. Vertreter des Bonner Konzerns versprachen aber sehr günstige Angebote, deren Preise unter den üblichen Tarifen lägen. Die Mieter können aber auch mit anderen Anbietern Verträge abschließen.

Für die Telekom nannte Hagen Rickmann, Geschäftsführer im Bereich Geschäftskunden, den Vertragsabschluss einen großen Meilenstein. Der Konzern habe großes Interesse, Frankfurt mit Glasfaser zu erschließen, hieß es.

Schon im Sommer hatte der Kabelnetzbetreiber Unitymedia beim Hessischen Breitbandgipfel angekündigt, künftig rund 380 000 Frankfurter Haushalten Internet in Gigabit-Geschwindigkeit zu bieten.

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