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Für die neue Frankfurter Altstadt gab es einen Gestaltungsbeirat.

Stadtentwicklung in Frankfurt

Das Stadtbild soll schöner werden

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Frankfurt soll schöner werden und die architektonische Qualität zunehmen. Aus diesem Grund prüft die Römer-Koalition die Schaffung eines Gestaltungsbeirats.

Das Stadtbild soll schöner werden, die architektonische Qualität in Frankfurt zunehmen. Diese Hoffnung steht hinter einer gemeinsamen Anfrage, auf die sich jetzt die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen verständigt hat. Es geht um die Schaffung eines Gestaltungsbeirats, in dem Architekten und Planer den Magistrat beraten. 

Die Anfrage ist ein Kompromiss. Die CDU nämlich möchte einen solchen Gestaltungsbeirat lieber heute als morgen einrichten. Die Sozialdemokraten, namentlich Planungsdezernent Mike Josef, sind eher skeptisch. Deshalb wird der Magistrat von der Koalition jetzt gefragt, wie ein Gestaltungsbeirat für die Stadt Frankfurt besetzt sein sollte. Auch soll der Magistrat sagen, was er davon hält, den bisherigen Städtebaubeirat zu einem Gestaltungsbeirat weiterzuentwickeln.

In dem gemeinsamen Papier wird die Bundesstiftung Baukultur zitiert. Die kommt zu dem Schluss, dass die Zahl der Gestaltungsbeiräte kontinuierlich wächst. Manche Kommunen arbeiteten schon sehr lange mit einem solchen Gremium, heißt es. 

In einer eigenen umfangreichen Stellungnahme zählt die CDU-Fraktion auf, dass es im deutschsprachigen Raum und in den Benelux-Staaten bereits mehr als 80 Gestaltungsbeiräte gebe. Beispiele seien München, Leipzig, Freiburg und Regensburg, aber auch die hessischen Städte Wiesbaden und Darmstadt. 

Die CDU-Fraktion will den 16 Frankfurter Ortsbeiräten ein Vorschlagsrecht einräumen. Sie sollen in Zukunft sagen, für welche Bauprojekte in ihrem Ortsbezirk der Gestaltungsbeirat Empfehlungen abgeben soll. Auch für neue Wohngebiete in der Stadt wünscht sich die CDU solche Beiräte. 

Das Beispiel der neuen Altstadt zwischen Dom und Römer, für die es seit 2009 einen Gestaltungsbeirat gab, zeige wie sinnvoll der Sachverstand von Fachleuten sei. 
Die CDU möchte, dass der Beirat für Frankfurt vertraulich tagt. „Wir wollen damit die größtmögliche Sachlichkeit und Unabhängigkeit der Fachdebatte zu den einzelnen Projekten garantieren“, sagt Nils Kößler, der planungspolitische Sprecher der CDU im Römer. 

In dem Gremium dürften nur Architekten sitzen, die selbst nicht mit Entwürfen am Frankfurter Markt aufträten. Nicht immer sei die maximal zulässige Bebauung auch zugleich die schönste und dem Stadtbild zuträgliche. Ein Gestaltungsbeirat könne hier frühzeitig eingreifen und Orientierung geben. Gute Architektur entspreche dem Grundverständnis, dass Eigentum auch verpflichte. 

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