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Stadt erhöht Zuschuss für "Lichter Filmfest"

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Das beliebte Festival sieht sich an der "Schmerzgrenze": Ohne den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen ginge nichts.

Das internationale „Lichter Filmfest“ sei, wie sein Direktor Gregor Maria Schubert im Gespräch mit der FR sagt, „an einer Schmerzgrenze angekommen“. Das stete Wachsen des 2008 gegründeten Festivals habe zu einem „enormen Kräfteverschleiß“ bei den bis zu 80 ehrenamtlichen Helfern geführt. Man brauche einen höheren Etat. Die Organisatoren klopfen deshalb bei der Stadt um Hilfe an. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) will den städtischen Zuschuss für das Filmfest 2019 erhöhen. 

Die Gespräche zwischen Schubert und seinem Team einerseits und dem Kulturdezernat andererseits sind im Gange. Die Zeit drängt: Vom 26. bis 31. März 2019 ist das nächste Filmfest geplant. In diesem Jahr zahlte die Kommune eine Unterstützung von 48.000 Euro und eine Projektförderung von 10.000 Euro. 

Für 2019 hat das Kulturdezernat in einem ersten Schritt einen Zuschuss von 60.000 Euro bewilligt. Da die Stadt aber zugleich noch ein Defizit von 7500 Euro aus dem Jahre 2018 abdecken muss, bliebe für das Festival selbst kaum mehr Geld übrig.

Jana Kremin, die Sprecherin des Kulturdezernats, nennt die 60.000 Euro deshalb gegenüber der FR auch nur einen „ersten Teilbetrag“. Die Stadt prüfe gegenwärtig einen weiteren Zuschuss. Das Filmfest sucht aber auch einen geeigneten Ort für sein Organisationsbüro. Im vergangenen Jahr war es im Zoo-Gesellschaftshaus eingerichtet worden, doch dieses stark sanierungsbedürftige Gebäude empfanden die Organisatoren als wenig geeignet. 

Für 2019 setzt man jetzt, wie Schubert sagt, „auf die Naxos-Halle als Zentrale“. Doch dem dortigen Naxos-Theater von Direktor Willy Praml hat die Stadt gerade wegen Mängeln bei Brandschutz und Sicherheit die Schließung angedroht. Schubert hofft auf einen Sinneswandel bei der Kommune: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Halle dichtmachen.“

Festivalorte sollen außerdem wie schon 2018 das Deutsche Filmmuseum, das „Mal Sehn“- Kino im Nordend und die „Harmonie“-Kinos sein. „Für die Open-Air-Filme sind wir noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort.“ Hier sei auch schon die Überlegung angestellt worden, nach Offenbach auszuweichen. 

Das möchte die Stadt Frankfurt in jedem Fall verhindern. „Wir helfen selbstverständlich bei der Suche nach geeigneten Orten“, sagt Jana Kremin, die Sprecherin des Kulturdezernats. 

In diesem Jahr hatte das „Lichter Filmfest“ nicht weniger als 113 Werke aus nationaler und internationaler Produktion gezeigt. 

Direktor Schubert setzt nun auf die Verhandlungen mit der Stadt: „Wir suchen den Dialog.“ 

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