Multifunktionshalle

Schritt zur Halle am Kaiserlei

Nach monatelangem Hin und Her stehen der Ausschreibung für das Großprojekt am Kaiserlei, laut Frankfurter Liegenschaftsamt nur noch planungsrechtliche Fragen im Weg. Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider sieht da keine großen Bedenken.

Von Timur Tinç

Wann kommt die Ausschreibung für die Multifunktionshalle am Kaiserlei in Offenbach? Auf einen genauen Termin will sich Alfred Gangel, der Leiter des Frankfurter Liegenschaftsamts, nicht mehr festlegen. Zumindest hat Gangel kürzlich die bis Ende des Jahres befristete Option auf ein 22 000 Quadratmeter großes Offenbacher Grundstück „geltend gemacht“, wie er der FR sagte.

Will heißen, dass er weiter an der Ausschreibung feilen kann, nachdem die Verkehrsproblematik nach monatelangen Diskussionen und der Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus dem Weg geräumt ist. „Jetzt sind noch die planungsrechtlichen Fragen zu klären“, sagt Gangel und verweist darauf, dass die Stadt Offenbach einen Bebauungsplan für den Kaiserleikreisel verabschiedet hat, der eine Multifunktionshalle nicht beinhaltet.

Umbau des Kreisels erst Anfang 2016

Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) sieht darin jedoch kein Problem, da die Stadt den Kreisel zugunsten von klassischen Verkehrskreuzungen erst im Januar 2016 umbaut. „Den B-Plan 610 können wir aber erst ändern, wenn ein Investor und Betreiber gefunden ist“, sagte Schneider der FR.

Dieser müsste dem Vernehmen nach 150 Millionen Euro in das Projekt investieren. Auf einer insgesamt 40 000 Quadratmeter großen Fläche auf den Gemarkungen beider Städte könnte dann eine Multifunktionshalle mit bis zu 15 000 Plätzen für Sportveranstaltungen, Konzerte und andere Events entstehen.

Flächen stehen seit Februar 2012 zur Verfügung

Eine Wertschöpfungsstudie, die die Stadt Frankfurt im August 2011 in Auftrag gegeben hatte, ergab seinerzeit, dass eine Halle der Stadt mindestens 50 Millionen Euro jährlich bringen würde.
Die Flächen am Kaiserlei stehen der Stadt Frankfurt seit Februar 2012 zur Verfügung. Knapp drei Jahre danach scheint es so, als könnte die letzte Hürde nun demnächst übersprungen und die Ausschreibung endlich veröffentlicht werden.

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