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In der Münzenbergerschule wird nach Ansicht der Schulgemeinde nicht gut geputzt.

Münzenbergerschule

Scharfe Kritik an Schulhausreinigung

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Die Münzenbergerschule in Eckenheim klagt über Schmutz und miserable Bedingungen für das Putzpersonal.

Die Schulgemeinde der Münzenbergerschule im Frankfurter Stadtteil Eckenheim beklagt gravierende Mängel bei der Reinigung der Schulräume. Die Schuld dafür sieht sie in einem Schreiben an Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und das Schuldezernat in den nach ihren Beobachtungen miserablen Arbeitsverhältnissen des eingesetzten Personals. Die Beschäftigten hätten so wenig Zeit zur Reinigung der Klassenräume, dass sie etwa nicht dazu kämen, Tische und Waschbecken zu reinigen, heißt es. Dabei sei eine regelmäßige und hygienisch einwandfreie Reinigung nötig, um die Gesundheit aller Personen an der Grundschule gewährleisten zu können. „Wir brauchen eine saubere Schule.“ 

Besonders empört die Schulgemeinde, wie die neue Reinigungsfirma mit ihren Beschäftigten umgeht. „Das Ganze gipfelte letzte Woche darin, dass die Leitung der neuen Reinigungsfirma vor den Augen von Kindern und Eltern die Mitarbeiter um sich versammelte, ihnen mitteilte, dass sie entlassen seien und neues Personal erschien.“ Auch die Art und Weise, in der das mitgeteilt worden sei, habe die Schulgemeinde entsetzt. „An unserer Schule möchten wir nicht, dass Menschen so behandelt und zurechtgewiesen werden“, heißt es. „Solche miserablen Arbeitsverhältnisse sollten im öffentlichen Dienst verboten werden.“

Die Reinigungskräfte seien zudem dringend auf ihre Einkommen angewiesen. Für die Schule wiederum sei es wichtig, dass die Beschäftigten nicht ständig wechselten. „Wir brauchen Reinigungspersonal, das wir kennen, ansprechen können und das sich an der Schule auskennt“, fordert die Schulgemeinde. Dieses müsse zudem genug Zeit haben, um seine Aufgaben erfüllen können. Das Outsourcen der Reinigung und die Vergabe der Leistungen an die günstigste Firma sei da nicht dienlich, kritisiert die Schule die Stadt.

Stadt hat Firma abgemahnt

Das Dezernat für Bau und Immobilien räumt auf Anfrage Missstände ein. Auf das Schreiben der Schulgemeinde hin habe es am Donnerstag eine außerplanmäßige Kontrolle in der Schule gegeben, teilt Sprecher Günter Murr mit. Dabei hätten Qualitätskontrolleure des Amts für Bau und Immobilien gravierende Reinigungsmängel festgestellt. Man habe dem Dienstleister eine Abmahnung erteilt und Nachbesserung gefordert. Komme es wieder zu Problemen mit der Qualität der Reinigung, werde geprüft, ob der Vertrag gekündigt werden kann. 

Auf den Vorwurf, das Reinigungspersonal habe zu wenig Zeit, um ordentlich zu putzen, geht das Dezernat nicht näher ein. Einen Einfluss darauf, welches Reinigungspersonal eingesetzt und wie es eingeteilt wird, habe die Stadt nicht, heißt es nur. Klar sei aber, dass der Dienstleister tarifrechtliche Pflichten einzuhalten hat. Die beklagte Kündigung von Reinigungskräften werde man aufklären. 

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