Sauberes Frankfurt

Saubere Clips im Kino

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Die Kampagne #cleanffm wirbt mit Promis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfall. Sie will das Herz der Frankfurter erreichen.

Eintracht-Präsident Peter Fischer erscheint schon auf der Leinwand. Der Frankfurter Sportler des Jahres 2017, Korash Kabir, und HR3-Moderator Jürgen Rasper sollen in Kürze folgen. „Mehr Frankfurt“, die Videoreihe zur städtischen Sauberkeitskampagne #cleanffm, ist jetzt in den E-Kinos an der Hauptwache zu sehen.

In den kurzen Werbefilmen motivieren Promis die Leute, ihren Abfall nicht in die Gegend zu schmeißen. Fischer sitzt dabei auf der Tribüne des alten Eintracht-Stadions am Riederwald. Auch die anderen Partner, etwa Badesalz-Comedian Henni Nachtsheim oder Maja Wolff, Organisatorin des Grüne-Soße-Festivals, werden an Orten gefilmt, denen sie sich besonders verbunden fühlen. Alle eint der Appell: Haltet Frankfurt sauber, wenn ihr Frankfurt liebt.

„Frankfurt ist mein Tor zur Welt. Ich bin stolz, Sportler des Jahres meiner Heimat Frankfurt zu sein und möchte mich dafür einsetzen, die Stadt sauberer zu machen“, sagt Calisthenics-Star Korash Kabir. „Wir unterstützen #cleanffm, weil wir uns sehr wünschen, dass Frankfurt sauberer wird“, sagt Gabriele Jaeger, die Leiterin der E-Kinos.

Zwölf Filme sollen bis Jahresende fertig sein. Zuerst erscheinen sie jeweils auf den Online-Kanälen der Kampagne, etwa auf der Website www.cleanffm.de. Dort gibt es auch viele weitere Tipps zur Müllvermeidung. Wie es bisher läuft für die Kampagne, war unlängst Thema im Umweltausschuss der Stadtverordneten. Felicitas Binder von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt berichtete von 1000 neuen Mülleimern, die bis Mitte 2019 im Straßenraum, in Parks, auf Grünflächen und am Mainufer angekommen sein sollen; mehr als 700 seien schon vor Ort. Elf zusätzliche Mitarbeiter der FES machen die belebtesten Plätze in Extraschichten sauber. „Besonders die Sonntagsreinigung hat sich bewährt“, sagte Binder.

Parkwächter sind unterwegs, 23 sogenannte Sauberkeitsbotschafterinnen und -botschafter weisen in insgesamt 140 Einsätzen als freundliche Ansprechpartner den Weg. „Wir wollen, dass die Menschen in Frankfurt ihr Abfallverhalten nachhaltig ändern“, sagte Felicitas Binder. Gut laufen nach der neuesten Auswertung die Sondereinsätze und die angepassten Leerungsintervalle am Mainufer; noch ausbaufähig sind etwa die Kapazitäten an Laubbläsern und Kehrmaschinen, die Platzierung der Papierkörbe und deren Krähenschutz. Die frechen Vögel räumen Müllbehälter ja gerne mal aus.

Jan Klingelhöfer (SPD) gab zu bedenken, er sehe noch viel Müll in der Stadt: „Die Kampagne hat das Herz der Frankfurter offenbar noch nicht erreicht.“

„Wir sind noch am Anfang“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) ganz offen: „Unsere Stadt ist schön grün, aber sie ist nicht sauber.“

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