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Lächeln, auch wenn es kalt ist: Selina I. und Pascal I. tragen warme Unterwäsche drunter. Bei OB Feldmann (l.) wissen wir es nicht.

Fastnacht

Auf in den Römer

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Eine Kutschfahrt des Prinzenpaares führt zum Neujahrsempfang für die Vereine des Großen Rats.

Prinzessin-Sein ist leider nicht immer nur wunderschön. Prinzessin Selina I. ist an diesem Sonntagmorgen schon um 7 Uhr bei ihrer Friseurin in Karben gewesen. „Die Haare schön machen“, sagt die 28-Jährige.

Schließlich ist heute einer der großen Auftritte des Frankfurter Prinzenpaares. Im Kaisersaal richtet die Stadt gleich noch den Neujahrsempfang für die Vereinsabordnungen des Großen Rats der Karnevalvereine aus. Und zuvor steht noch eine Kutschfahrt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an. Mit dabei natürlich auch Prinz Pascal I. Der 27-Jährige, der in Seligenstadt lebt, hat lieber gleich in einem Frankfurter Hotel übernachtet. Friseur braucht er nicht, er trägt sowieso die Narren-Kappe mit dieser gefährlich langen Feder. Es ist 10.30 Uhr, als sie sich mit all den anderen Frankfurter Narren auf dem Stoltzeplatz treffen.

Noch bevor das Prinzenpaar in die Kutsche einsteigt, gilt es, mit ein paar Fans Fotos zu machen. „Diese Fame-Momente sind schon cool. Eine Mischung aus Politik- und Star-Welt“, sagt Pascal I. und lacht. „Ich wurde sogar schon in Zivil auf dem Seligenstädter Weihnachtsmarkt erkannt.“ Selina I. sagt, sie werde erkannt, sobald sie ihren roten Lippenstift auflegt. Nicht in der Kutsche, sondern zu Fuß hinterher läuft das Kinderprinzenpaar Finja I. und Yannis I. Beide sind zehn Jahre alt. „Prinzessin-Sein macht Spaß und ist richtig cool“, sagt Finja. Kühl ist es an diesem sonnigen Tag. „Mein Ohr ist ganz kalt“, sagt Finja. Ihr Kleid hat leider keine Kapuze. Kinderprinz Yannis I. würde so gern in der Kutsche mitfahren. „Meine Beine sind doch viel kürzer als die des großen Prinzenpaares.“ Aber leider sei das wegen Sicherheitsauflagen nicht erlaubt, sagt Alexandra Schiedeck, die Kinderprinzenpaar-Betreuerin. Aber gut, dass der Weg zum Römer kurz ist.

Beim Einzug tanzen sich die vielen Narren zum Sound der Trompeten und Trommeln warm. Sie spielen „Shake it off“ von Pop-Prinzessin Taylor Swift. Gleich bekommen 55 Narren noch eine Ehrung. Die meisten von ihnen den Orden „Goldener Frankfurter Adler“. Für 15 Jahre ehrenamtliche Vereinsarbeit. Unter ihnen ist Manfred Brückmann von den „Weissen Mützen“. „Eine schöne Anerkennung.“ Schon seine Mutter habe „Spaß und Brauchtum“ gepflegt.

Auch Anke Viehl, die erste Vorsitzende des CC Laternche, bekommt gleich noch den Goldenen Frankfurter Adler verliehen. Sie und drei andere des Vereins können sich freuen. Auffallend ist, dass sie keine Fastnachts-Outfits tragen, sondern Dirndl. „Bei uns gibt es nämlich Ebbelwei-Sitzungen mit Worscht und Wei“, sagt Viehl. Ihre Vereinskollegin Adelheid Eifert wird derweil noch ein rotes Laternchen am Dekolleté befestigt. Bereit für die Ehrung.

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