Schulen in Frankfurt

Roboter im Klassenzimmer

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Bei der Frankfurter Bildungskonferenz haben Schüler Projekte erarbeitet, die die Situation an den Schulen verbessern könnten.

Wenn die Mädchen und Jungen der Willemerschule in Sachsenhausen vielleicht schon bald in einer AG lernen können, Roboter zu programmieren, hat das einiges mit Niklas Willms zu tun. Mit seinem Vorschlag, Koffer mit programmierbaren Legosteinen der Reihe Mindstorms für seine Grundschule zu kaufen, hat der Zweitklässler eine Jury mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) rasch überzeugt. In der Zukunft sei es wichtig, programmieren zu können, haben Niklas und seine Mitschüler aus der Gruppe Technik & Medien in ihre Bewerbung geschrieben. „Momentan in der Grundschule zeigt uns das niemand.“

Elf Projektvorschläge hatten Schüler im Rahmen der ersten Frankfurter Bildungskonferenz eingereicht. Alle seien sinnvoll und gut gewesen, mit viel Herzblut erarbeitet, versicherte Weber am Mittwochnachmittag im Stadtschulamt. Doch das von Niklas präsentierte Vorhaben sei ihr Lieblingsprojekt. „Wir waren begeistert“, sagte sie.

Weber versprach nicht nur dieses Projekt, das etwa 8000 Euro kosten könnte, finanziell zu fördern. Das vom Dezernat bereitgestellte Budget zur Umsetzung der Vorhaben in Höhe von 100 000 Euro werde für alle elf Projekte reichen, sagte sie. Gut funktionieren könnte nach Ansicht der vierköpfigen Jury auch etwa der ebenfalls von der Willemerschule und dem Internationalen Bund eingereichte Vorschlag, einzelne Schulräume so auszustatten, dass sie multifunktional genutzt werden könnten. Viel Lob gab es auch für ein Konzept von Schülern der Hellerhofschule im Gallus, das sich mit einem der dringendsten Probleme in den Frankfurter Schulen befasst: die Toilettensituation. Sie schlagen unter anderem vor, die Toiletten mit Künstlern neu zu gestalten.

Nicht alles, was die Schüler vorgeschlagen haben, ist umzusetzen. Daraus machte Weber vor einigen der Kinder und Jugendlichen, die diese erarbeitet und präsentiert haben, keinen Hehl. Die Falkschule im Gallus etwa braucht eine Turnhalle. Doch ein Teil des Geländes, auf dem diese entstehen könnte, gehört dem Land, ist Teil des Areals, auf dem das alte Polizeipräsidium steht. Und ein Verkauf ist auch nach Jahren Leerstand noch nicht in Sicht. Die Schüler wollen nun einen Film produzieren, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Damit unterstützten sie die Stadt in den Gesprächen mit dem Land, lobte Weber.

Nicht alle Wünsche erfüllen wird die Stadt auch den Schülerinnen des Gymnasiums Nied, die in ihrer Präsentation einen schnelleren Umzug aus den Containern forderten und Vorschläge präsentierten, wie sich die Bedingungen verbessern ließen. „Wir nehmen die Ideen mit“, versprach ihnen Weber.

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