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Die Holzhausenschule im Frankfurter Westend.

Schulen in Frankfurt

Quer durch Frankfurt zum Sportunterricht

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Die Turnhalle der Holzhausenschule in Frankfurt ist marode. Die Schüler müssen zum Turnen vom Westend nach Rödelheim fahren. Das bringt Schwierigkeiten mit sich.

Das Thema Sportunterricht an der Holzhausenschule „brennt uns weiter unter den Nägeln“, sagte Schulelternbeirätin Melanie Bootz jüngst im Bildungsausschuss. Seit den Osterferien ist die Turnhalle der Grundschule im Westend wegen Schimmel geschlossen; die Viertklässler fahren für den Sportunterricht nach Rödelheim. Doch die Lösung empfindet die Schulgemeinde als nicht ideal, vor allem auch nicht perspektivisch.

Zum einen müssen die Kinder mit Bussen zum Ausweichquartier gefahren werden. Die Fahrtzeit geht vom Unterricht ab, zudem muss die Schule „erhöhte Ressourcen in den Sportunterricht geben“, sagte der stellvertretende Schulleiter Markus Witte. Denn immer zwei Personen müssten die Fahrt zur Halle begleiten. Die Eltern sorgen sich zudem um die Sicherheit der Kinder auf dem Weg. „Da kommt es teilweise beim Ein- und Aussteigen zu gefährlichen Verkehrssituationen“, sagte Bootz.

Holzhausenschule will eine Perspektive haben

Die Schule beschwerte sich auch über den Zustand der Halle. Da sie als Mehrzweckraum genutzt werde, sagte Bootz, rieche es darin nach Rauch und Essen. „Und die vorhandenen Sportgeräte darf die Schule nicht benutzen.“ Deshalb ist für Witte „Unterricht nicht so möglich, wie wir es für ausreichend halten“. Vor allem will die Schule eine Perspektive haben: Die Holzhausenschule wird ab 2019 saniert und in ein Provisorium auf dem Campus Westend ausgelagert. „Wir brauchen eine Lösung, damit die Schüler nicht dauerhaft für Sport quer durch die Stadt fahren müssen“, sagte Bootz.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) versprach, mit dem Betreiber der Halle zu sprechen, damit etwa die Sportgeräte genutzt werden dürfen. Langfristig werde die Holzhausenschule ein „großes Sportzentrum an der Miquelallee“ erhalten, das es mit dem Gymnasium Nied teilen soll. Bis es so weit ist, will Weber „eine provisorische Turnhalle in der Nähe des Übergangsquartiers hinbekommen“.

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