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Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Martin Wimmer

Politische Farce

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Wer die Menschen für dumm zu verkaufen versucht, muss sich nicht wundern, dass sich viele kopfschüttelnd vom Politikbetrieb abwenden. Ein Kommentar.

Warum sind eigentlich die Rechtspopulisten in Deutschland derzeit so erfolgreich? Wer eine Antwort auf diese Frage sucht, muss sich noch einmal mit der politischen Farce beschäftigen, die Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und sein Hauptstadtbeauftragter Martin Wimmer (Solidarische Moderne) aufgeführt haben.

Vor einem halben Jahr war aus Sicht des OB ein Mann, der Frankfurt vor Ort in Berlin vertritt, unbedingt notwendig. Die hessische Landesvertretung in der Hauptstadt habe Frankfurt überhaupt nicht auf dem Schirm, behauptete Feldmann. Frankfurt müsse viel stärker in Berlin präsent sein, müsse der Hauptstadt die Kreativwirtschaft abjagen, Fördergeld des Bundes und von anderswo einwerben. Und vieles andere mehr.

Nur sechs Monate später hat sich das alles auf wundersame Weise erledigt und in Luft aufgelöst. Frankfurt werde seine Interessen jetzt doch wieder von Frankfurt aus verfolgen, kündigt der OB an. Und sein alter Spezi Wimmer hat nach einem halben Jahr Hauptstadtluft bei einem Supergehalt auf Kosten der Steuerzahler mit unbekanntem Ziel gekündigt.

Wer Politik mit so beliebig austauschbaren Begründungen betreibt, wer die Menschen so für dumm zu verkaufen versucht, muss sich nicht wundern, dass sich viele kopfschüttelnd vom Politikbetrieb abwenden. Das sind Punkte für die Rechtspopulisten.

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