Unterliederbach

Pläne für das Silogebiet

Der Ortsbeirat will bei der Infrastruktur des Silogebiets mitreden. Bislang hat die Seveso-Richtlinie das Baugebiet ausgebremst.

Die Stadt soll bei der weiteren Entwicklung des Silogebiets die Infrastruktur nicht vernachlässigen. Das heißt: ausreichend Flächen für Kitas, Schulen und Räume zur Nachmittagsbetreuung einplanen. Auch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 bis zur Jahrhunderthalle, die Anbindung der Parkstadt mit Bussen sowie eine mögliche Unterführung der S-Bahnhaltestelle „Höchst Farbwerke“ solle der Magistrat in Betracht ziehen. Das hat der Ortsbeirat 6 in seiner jüngsten Sitzung gefordert.

Bislang hat die Seveso-Richtlinie das Baugebiet ausgebremst. Die regelt, dass Wohnen und Industrie Abstand voneinander halten müssen. Mit der neuesten Auflage (Seveso III) haben Stadt und Industriepark sich aber auf neue Abstandsregeln geeinigt. Damit nimmt das Projekt neue Fahrt auf. Die ersten Entwürfe zur „Parkstadt II“ wurden dem Ortsbeirat vor einiger Zeit bereits vorgestellt. Nun macht sich das Gremium verstärkt Gedanken.

„Die Grünen lehnen die Parkstadt II ab“, erklärte Thomas Schlimme. Hier werde eine Frischluftschneise zugebaut. Ebenso lehnen die Grünen und die Linke die Westumgehung Unterliederbach ab. Etwa 1000 Wohnungen könnten in der Parkstadt II entstehen. Bereits jetzt klagen die Unterliederbacher aber über hohe Verkehrsbelastung. Mit den Stimmen von CDU, SPD und des Fraktionslosen – Gegenstimmen Grüne und Linke – fordert der Ortsbeirat deshalb den Magistrat auf, die Westumgehung Unterliederbach in die Planung der Parkstadt II aufzunehmen. (phl)

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