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Am Freitag öffnet das Atelier Frankfurt wieder seine Türen.

Kultur in Frankfurt

"Ostport" will Kultur am Osthafen stärken

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Die Kultureinrichtungen an der Hanauer Landstraße im Frankfurter Ostend schließen sich zusammen.

Im Sommer haben sie die Zusammenarbeit schon geprobt. Als der Verein Medico International, der kurz zuvor an die Lindleystraße gezogen war, im August seine Gründung vor 50 Jahren feierte, nahmen die umliegenden Kultureinrichtungen daran teil.

Schon damals traten Atelier Frankfurt, Ensemble Modern, Internationale Ensemble Modern Akademie, Junge Deutsche Philharmonie, Kunstverein Familie Montez und Romanfabrik unter der Dachmarke „Ostport - Kultur und Politik am Osthafen“ auf. Um den kulturellen Standort im Quartier rund um den Osthafen zu beleben, finden unter dieser Marke nun weitere Veranstaltungen statt.

„Wir hatten zunächst etwas Sorge, dass wir hinter der Automeile verloren gehen würden“, sagte Thomas Gebauer, der Geschäftsführer der Hilfsorganisation Medico International. Nach dem Umzug des Vereins ins Ostend seien Gespräche mit den neuen Nachbarn gefolgt - unter anderem auf der Dachterrasse der Romanfabrik.

„Da wurde uns klar: Wir können etwas zusammen machen“, sagte Michael Hohmann, der den Literaturveranstaltungsort an der Hanauer Landstraße leitet. Ganz „unproblematisch und nachbarschaftlich“ sei der Austausch gewesen, sagte Christian Fausch, Leiter von Junger Deutschen Philharmonie, Ensemble Modern und deren Akademie. Bei der Suche nach einem Proberaum habe Medico International geholfen. Nun gibt es Flyer, Plakette und die neue Webseite ostport.de. Sie weist auf die Veranstaltungen der sieben Kultureinrichtungen hin. 6000 Euro hat das Kulturdezernat dafür bereit gestellt. „Die Kooperation kann Energien freisetzen und die kulturellen Angebote im Quartier sichtbarer machen“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Einige gemeinsame Veranstaltungen gibt es schon, wie die Konzerte der Jungen Deutschen Philharmonie in der Romanfabrik oder das Studio für elektronische Musik und Akustik, das Studenten der Musikhochschule und der Ensemble-Modern-Akademie nutzen - es ist im Atelier Frankfurt untergebracht.

„Ich könnte mir weitere Open-Air-Konzerte am Schwedlersee vorstellen, sagte Christian Fausch. Denkbar wären auch Sommerfeste oder ein gemeinsamer Auftritt bei den „Open Studios“ 2019, den Tagen der offenen Tür im Atelier Frankfurt, sagte Corinna Bimboese, die Leiterin des Atelierzentrums.

Bei „Ostport“ nicht mit dabei ist das Dialogmuseum, das mit Ausstellungen im Dunkeln auf die Lebenswelt von blinden und sehbehinderten Menschen aufmerksam macht. Nach 13 Jahren muss das Museum an der Hanauer Landstraße 145 schließen, weil die Miete steigt. Einen neuen Standort gibt es noch nicht.

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