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Noch gut ein Jahr soll es dauern, bis die Wohnungen, Büros und Läden am Kornmarkt fertig sind.

Kornmarkt-Arkaden in Frankfurt

Neuer Altbau in Schwarz-Rot-Gold

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Die Kornmarkt-Arkaden in Frankfurt sollen im Herbst 2018 fertig sein. Ein Hotel, Büros, Wohnungen, Läden und Lokale entstehen auf dem früheren Bundesrechnungshofareal.

Laura Di Salvo hat sich nicht zufällig für ein Kleid in Schwarz, Rot und Gold entschieden. Die Farben weisen in eine nicht mehr allzu ferne Zukunft. Beim von der HR-Wetterfee moderierten Richtfest für die Kornmarkt-Arkaden braucht immer noch Fantasie, wer sich die Mischung aus Alt und Neu, die auf dem viele Jahre brachliegenden Bundesrechnungshofgelände entsteht, vorstellen will. Spätestens in einem Jahr aber werden die denkmalgeschützten Bereiche des zum größten Teil abgerissenen 50er-Jahre-Komplexes wieder in Schwarz-Rot-Gold erstrahlen.

Den Effekt noch erhöhen dürfte, dass die Fassaden der Neubauten, die auf dem Areal zwischen Berliner Straße und Bethmannstraße entstehen, in Weiß und Beige gehalten sein sollen. Auch räumlich habe man bewusst Abstand zwischen den Neubauten und den Bestandsgebäuden gehalten, sagt Architekt Martin Oster vom Frankfurter Büro KSP Jürgen Engel.

Elf Monate nach der Grundsteinlegung sind die Arbeiten auf dem Grundstück unweit der Paulskirche bereits weit gediehen. So hat etwa der Innenausbau des bugartigen Hotelgebäudes im Westen des Areals begonnen, das der Low-Budget-Kette Motel One Platz für 470 Zimmer bieten soll. Auch am Wohngebäude, das im Südosten des Komplexes entsteht, sind die Fassadenarbeiten und der Innenausbau bereits im Gang. 21 Mietwohnungen sind geplant. 8900 Quadratmeter Bürofläche entstehen, von denen sich die bisher in Darmstadt ansässige Kanzlei Kucera jüngst 2000 Quadratmeter sicherte. In die Erdgeschossflächen sollen Läden und Lokale ziehen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) lobte insbesondere, dass mitten im Frankfurter Zentrum ein Hotel mit günstigen Preise entstehe und wies auf die Möglichkeiten für die Stadtentwicklung hin, die die Bebauung des Areals mit sich bringe. Ins Spiel brachte er etwa die Möglichkeit, die Bethmannstraße nach Charakter der Braubachstraße mit ihren kleinen Läden und Galerien zu gestalten und das Areal zwischen Zeil und Berliner Straße aufzuwerten.

Manfred Dittrich, Mitglied der Geschäftsführung beim Bauherrn OFB, erwähnte die großen Schwierigkeiten, die mit dem Erhalt der frei stehenden Fassadenteile verbunden waren. Trotz aufwendiger Sicherungskonstruktionen, ständiger Messungen und Kontrollen habe es bei jedem Sturm eine Krisensitzung gegeben, sagte er.

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