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Ein Bauarbeiter. (Symbolfoto).

Wohnen in Frankfurt

Mehr als 2000 Wohnungen auf altem Siemens-Areal

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Das Schönhofviertel südlich der Rödelheimer Landstraße in Frankfurt soll ein Wohn-Angebot an alle Bevölkerungsschichten sein.

Es ist ein Wandel, der lange gebraucht hat: Das frühere Siemens-Stammgrundstück in Bockenheim wird zum Schönhof-Viertel. Mehr als 2000 Wohnungen sollen südlich der Rödelheimer Landstraße entstehen. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) betont, dass „Wohnungen für alle Bevölkerungsschichten“ entstehen.

Geplant ist eine Mischung aus 30 Prozent öffentlich geförderten Wohnungen, frei finanzierten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen. Die 30 Prozent entfallen je zur Hälfte auf Sozialwohnungen und Unterkünfte nach dem Mittelstandsprogramm.

Nach Westen hin wächst ein sogenanntes „urbanes Gebiet“ mit Gewerbe. So können die heutigen Gewerbebetriebe, die angrenzen, bleiben und müssen nicht umziehen. Dieses Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten war eines der zentralen Probleme des neuen Viertels, an dem lange herumgedoktert wurde.

Die Nassauische Heimstätte und der Entwickler Instone Real Estate wollen schon 2019 erste Bauanträge einreichen. Planungsdezernent Josef versucht, die Offenlage des städtischen Bebauungsplanes noch 2018 durchzusetzen. „Einen guten Verlauf vorausgesetzt, sind wir 2024 mit dem Siemens-Quartier fertig“, so Peter Klarmann, der Leiter der Projektentwicklung der Nassauischen Heimstätte.

Bei den Wohnungen will man unterschiedliche Architekturbüros mit Entwürfen beauftragen. Für die Quartiersmitte streben Investoren und Stadt einen europaweiten Architekturwettbewerb an. Ein öffentlicher Grünzug soll als Park das Zentrum des neuen Stadtteils bilden. An einem zentral gelegenen Quartiersplatz ist eine Grundschule geplant, gegenüber im Erdgeschoss Einzelhandel.

Die Investoren wollen mehrere Kindertagesstätten bauen. Planungsdezernent Josef spricht von vier bis fünf Betreuungseinrichtungen. Die Wohnhäuser sollen sich rund um Höfe gruppieren. Der Planungsdezernent sieht insgesamt ein „familienfreundliches Wohnquartier mit hoher Aufenthaltsqualität“.

Er hebt hervor, das es sich um ein ganzheitliches Quartierskonzept handelt, das Wohnen, Arbeiten und Erholung in sich vereint. Die beiden Unternehmen Nassauische Heimstätte und Instone Real Estate hatten in den vergangenen Monaten insgesamt 125 000 Quadratmeter an Grundstücksfläche erworben, das ist rund die Hälfte der Gesamtfläche, die es zu überplanen gilt.

Siemens ist bereits umgezogen. Teile der benötigten Flächen sind aber noch bis zum Ende des Jahres 2019 vermietet. Die Spedition Fermont hatte im Februar noch angekündigt, ihr Grundstück sogar erst Ende des Jahres 2021 zu übergeben.

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