Römerbriefe

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    Georg Leppert
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Die Römerbriefe als Buch? Klar, wir sind dabei. Es fehlt nur noch das eine oder andere spektakuläre Kapitel. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Unser internationaler Durchbruch steht bevor. Es ist nämlich so: Ein ebenso bekannter wie beliebter wie kompetenter Amtsleiter hat sich als Fan der „Römerbriefe“ geoutet und uns vorgeschlagen, wir sollten ein Buch aus unseren Kolumnen machen. Aus dem dürften wir dann in seiner Behörde lesen. Das ist natürlich bombig (wir entschuldigen uns bei 16 000 evakuierten Gallus-Bewohnern für diese Formulierung). Gut, wir müssen natürlich erst einmal das Buch konzipieren, aber damit kennt sich insbesondere der ältere der beiden Schreiber ja aus.

Der Titel ist schon klar: „Schwarz-Grün tut Frankfurt gut“. Meine Güte, wie oft haben wir diesen Spruch gebracht. Der Michael zu Löwenstein von der CDU hat ihn trotzdem ständig wiederholt, einmal im Plenarsaal aber dazu gesagt, er registriere die Häme in der Presse durchaus. Hätte uns ja ruhig mal namentlich erwähnen können, der Prinz.

Natürlich schaffen es nicht alle Römerbriefe ins Buch. Also, unser Quiz mit dem Lösungswort „Siegler“ damals, das muss rein. Und die Geschichte, wie die Stewardessen auf einem Flug nach Philadelphia über Bordmikro dazu aufforderten, bei der nächsten Wahl einen gewissen Peter zu wählen, war auch gut. Gemeint war der Oberbürgermeister. Und Martin Wimmers Wohnungssuche in Berlin war auch ein nettes Thema.

Aber vielleicht brauchen wir noch ein paar Knaller für das Buch. Das Problem ist nur: Römerbriefe sind ja nie komplett ausgedacht, sondern haben einen realen Anlass, der dann zu weiteren, bisweilen satirischen Überlegungen führt. Also, aus folgenden mehr oder weniger wahrscheinlichen Entwicklungen ließen sich gute Römerbriefe schreiben:

Die Frankfurter CDU sagt klipp und klar, ob der neue Stadtteil im Nordwesten gebaut werden soll oder nicht.

Jan Schneider (CDU) und Sylvia Weber (SPD) ... eigentlich ist egal, was jetzt kommt. Alles, was die beiden gemeinsam machen, ist geeignet für die Römerbriefe.

Der FDP-Stadtverordnete Uwe Schulz übermalt im Römer die Bilder der Kaiser und sagt, das sei schon okay, seine Parteifreunde hätten an der Wand vom Klapperfeld vor Kurzem auch etwas überschrieben, ohne dass sich Polizei und Staatsanwaltschaft darum gekümmert hätten.

Und die Grünen? Die laden ein Jahr vor der Kommunalwahl zur Wahlparty in die Union-Halle, präsentieren ihre 40 neuen Stadtverordneten und verteilen öffentlich die Dezernate. Können sie ruhig tun, schadet nichts, sie gewinnen ja eh.

Das alles können Sie dann nachlesen. In unserem Bestseller. Nach der Lesung signieren wir die Bücher. Aber wer fängt jetzt an?

Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert berichten für die Frankfurter Rundschau aus dem Römer.

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