Mertonviertel

Leben im Lurgi-Areal

Die Stadt Frankfurt hat einen Plan für eine gemischt Nutzung des Geländes vorgelegt.

Das von der früheren Zentrale des Anlagenbauers Lurgi geprägte Areal nördlich der Lurgiallee soll sich von einem reinen Bürostandort zu einem gemischt genutzten Gebiet mit Wohnungen, Gewerbe und Schulen wandeln. Zu diesem Zweck hat der Magistrat jetzt einen neuen Bebauungsplan für das etwa 8,5 Hektar große Quartier, das zu Niederursel gehört, auf den Weg gebracht.

Anders als bisher soll das Zentrum des Mertonviertels künftig in erster Linie dem Wohnen dienen. Der Bebauungsplanentwurf sieht bis zu 85 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche vor. Von diesen sollen mindestens 70 Prozent für das Wohnen reserviert sein, 30 Prozent der Wohnungen im geförderten Bereich entstehen.

Auch eine weiterführende Schule und eine Grundschule sollen nach Vorstellungen des Magistrats im Plangebiet Platz finden. Die Gebäude sollen außer an städtebaulich besonders herausgehobenen Stellen höchstens fünf Vollgeschosse haben. Um eine hohe architektonische Qualität zu erreichen, soll ein städtebaulicher Wettbewerb ausgerichtet werden.

Zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung ging die Stadt davon aus, dass das Lurgi-Gebäude mit etwa 87 000 Quadratmetern Bürofläche voraussichtlich abgerissen wird. Der neue Eigentümer, das Immobilienunternehmen Aroundtown, hat aber offenbar andere Pläne. Man werde die Immobilie sanieren und neu positionieren, hieß es kürzlich. An der grundsätzlichen Einschätzung, dass sich das Areal wandeln sollte, ändere das aber nichts, sagt Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). (cm)

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