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Gebäude der Frankfurter Goethe-Universität.

Kongress der "AG Familienkonflikte" in Frankfurt

Kongress bleibt umstritten

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Die Veranstalter des umstrittenen Kongresses der "AG Familienkonflikte" in der Goethe-Universität Frankfurt verwahren sich gegen Homophobievorwürfe.

Die Kontroverse um den umstrittenen Kongress der „AG Familienkonflikte“, der am übernächsten Wochenende in Räumen der Frankfurter Goethe-Universität stattfinden soll, hält an. In einer Pressemitteilung verwahren sich die Organisatoren gegen Vorwürfe von „Grünen, SPD und anderen Gruppen“, die insbesondere den wissenschaftlichen Leiter der Veranstaltung, Gerhard Amendt, mit Homophobie und „repressiver Gesundheitspolitik gegen Homosexuelle“ in Verbindung brächten. Es handele sich dabei um einen Versuch den Kongress „in Misskredit zu bringen“.

Der Kongress unter dem Titel „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“, der vom 13. bis 15. April an der Universität stattfinden soll, war in die Kritik geraten, weil unter anderem SPD und Grüne im Römer sowie der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) Gerhard Amendt vorgeworfen hatten, Anhänger sogenannter Konversionstherapien zur „Heilung“ von Homosexualität zu sein. Ebenso sollen er und der Organisator des Kongresses führende Vertreter der antifeministischen „Männerrechtsbewegung“ in Deutschland sein.

SPD, Grüne und Asta hatten das Universitätspräsidium daher aufgefordert, den Mietvertrag mit den Veranstaltern zu kündigen. Die Universität hatte angekündigt, den bestehenden Vertrag noch einmal juristisch prüfen zu wollen. Die Organisatoren des Kongresses erklären indes, dass sie vom Präsidium erwarten, den Kongress „mit allen verfügbaren Mitteln des Rechtsstaates“ zu sichern.

Derweil ruft das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt für den 14. April zu einer Demonstration gegen den Kongress auf dem Universitätsgelände auf. „Eine derartige menschenverachtende und an der Realität der menschlichen Vielfalt vorbeigehende Haltung“, wie sie die Kongressorganisatoren an den Tag legten, dürfe nicht toleriert werden, heißt es im Demoaufruf.         

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