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Wenn man will, kann man das Kleid auf der Tanzfläche oder in der Nacht dank LED zum Erleuchten bringen.

Frankfurt Style Award

Kleider, die leuchten können

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Bis zum 30. Oktober gibt es eine kleine Ausstellung von sechs Jungdesignern des Frankfurt Style Award im Einkaufszentrum My Zeil.

Die Schaufensterpuppe in der zweiten Etage des Ganges vom Einkaufszentrum „MyZeil“ sieht ein bisschen aus wie ein weiblicher Terminator. Doch statt einer Waffe trägt sie eine sehr große funktionierende Digitaluhr-Anzeige auf der Brust.

Okay, kein straßentaugliches Outfit, dafür eines mit einer Message, wie die Jung-Designerin Malak Kakroush-Daas erzählt: „Ich komme aus Palästina und lebe erst seit sechs Jahren in Deutschland. In meiner Heimat durfte ich nicht kreativ sein. Und die Digitaluhr steht für die Zeit beim Sport und dem Interesse an Sport, der alle Nationen trotz aller Differenzen und Kriege vereint“, betont die 28-jährige Studentin.

Seit Montag und noch bis zum 30. Oktober kann man dieses und fünf andere meist sehr futuristische Outfits bei der Ausstellung, die in der ersten und zweiten Etagen sowie im Erdgeschoss verteilt ist. Die sechs Werke gehören zur Top-60-Kollektion des zehnten Frankfurt Style Awards, der am 10. November im Fraport-Forum am Flughafen gefeiert wird.

Bei einer großen Jubiläumsgala präsentieren 60 Jungdesigner aus der ganzen Welt ihre Werke. 400 Bewerber aus Modedesignschulen in 46 Ländern haben Entwürfe eingereicht“, erzählt Hannemie Stitz-Krämer, die Initiatorin des Frankfurt Style Awards. Das Motto 2017: „Modern Reality“. Die Kategorien klingen nicht weniger modern: #working, #dating, #sporting. Der diesjährige Schirmherr ist der schrille Designer Harald Glööckler. Er bestimmt mit, wer den Sonderpreis „Outstanding Talent Award“ bekommt. Die anderen vier „Franky“-Trophäen werden von der Fachjury allein vergeben.

Schirmherr Nummer zwei ist die Stadt Frankfurt in Form von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der die Ausstellung an diesem Tag eröffnet. „Frankfurt ist eine Stadt, in der Kreativität und Fashion zusammenkommen“, betont Feldmann. Dieser Wettbewerb bringe Glanz nach Frankfurt. Apropos, Modebotschafterin ist eine echte Prinzessin: Jutta Prinzessin von Preußen, die im Berufsalltag Business-Menschen Small Talk und Tischmanieren beibringt. Besonders schön findet sie beim Durchlaufen an diesem Tag die Kreation des Modedesign-Studenten Salvatore Martorana aus Mailand. Er ist nicht da, aber seine ebenfalls futuristisch gekleidete Puppe trägt einen auffällig breiten Nietengürtel und Silberglanz-Sneakers.

Das ist trotz allem noch am straßenlook-tauglichsten. Zwar hübsch anzusehen, aber sehr besonders ist das Kleid des Indonesiers Ahmad Sauqi. Er schreibt: „Wenn du mit deinem Date auf die Tanzfläche gehst und er die Arme um deine Hüfte legt, wird etwas Märchenhaftes passieren.“ Das Kleid wird dank LED leuchten. Echt Cinderella-like. Mit Unterstützung der Messe Frankfurt darf einer der Gewinner auf der Intertextile in New York, ein anderer in Shanghai seine Mode zeigen. Außerdem wird ein Stipendium an der Haute Future Fashion Academy Mailand vergeben. „Der Frankfurt Style Award ist zudem ein Sprungbrett für Jungdesigner“, sagt Initiatorin Hannemie Stitz-Krämer.

Neben einigen Sponsoren gibt auch die Wirtschaftsförderung Geld – wie viel, das wird nicht verraten. Das Ticket für die Jubiläumsgala kostet 250 Euro.

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