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1,3 Millionen Euro würde es kosten, die Heimat der Kalbacher Kinderbuchmesse, die Alte Turnhalle Kalbach, zu sanieren.

Kalbach

Keine Alternative in Sicht

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Die Alte Turnhalle muss ein paar Jährchen durchhalten. Das Bauwerk bekommt eine mobile Heizung, die eigentliche Anlage ist wegen Asbest in den Rohren gesperrt.

Wir haben so viele Ideen für neue Sportangebote, ich könnte die Halle rund um die Uhr voll machen. Gabi Nagel vom Riedberger Sportverein fordert Klartext von Baudezernent Jan Schneider (CDU). Denn: „Aktuell kann ich nichts planen, weil keiner weiß, wie es in sechs Monaten um die Halle steht.“

„Wenn hier in der Halle alles auf den neusten Stand gebracht wird“, erklärt Baudezernent Jan Schneider dem Ortsbeirat am Freitag „müssten 1,3 Millionen Euro aufgewendet werden.“ Bei einem Neubau an gleicher Stelle, mit etwas größeren Sporthallen-Maßen, würden sich die Kosten nur wenig erhöhen. Bei beiden Rechnungen kommen PKW- und Fahrradstellplätze dazu.

Die dritte Möglichkeit – eine neue Halle an einem neuen Standort. Im Blickfeld dafür: ein Grundstück am Hasensprung, Ecke Kalbacher Stadtpfad. Aktuell ist dort ein Kindergarten geplant. „Morgens könnte die Kita den Raum nutzen. Ab dem Nachmittag und am Abend stünde er für Vereine und Veranstaltungen zur Verfügung.“, schlägt Jan Schneider vor. „Ein weiterer Vorteil wäre: Mit der Kita-Kombination wäre die Trägerschaft geklärt.“ Die Kosten hierfür lägen bei drei bis vier Millionen Euro.

Ulrike Gauderer von den Grünen findet, dass „die Kosten ganz klar dafür sprechen, in Richtung Sanierung zu gehen.“ Die Idee des neuen Standorts hält Susanne Kassold (SPD) für zukunftsträchtig. „Frankfurt wächst weiterhin und der Bedarf an Sport und Kulturfläche wird weiter steigen.“ Ihre Bedenken: Die ungeklärte Anbindung an den Nahverkehr. Sascha Vogel (CDU) hält die Idee ebenfalls für „charmant“, um weitere Entscheidungen treffen zu können, müsste der Bedarf genauer ermittelt werden.

Egal wie: „Die alte Turnhalle muss noch weiter über die Zeit gerettet werden“, sagt der Dezernent. Wegen Asbest in den Rohren der Heizung, darf sie nicht mehr Betrieb genommen werden. „Kleine Elektroausbesserungen und eine mobile Heizungsanlage werden die Halle noch über diesen und den nächsten Winter bringen“, so Schneider. Er macht auch gleich klar: Noch sind weder für einen Umbau, noch für einen Neubau Mittel verfügbar. Erst 2020/21 kann in die Diskussion wirklich Bewegung kommen. 

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