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Streikposten des SDS an den Eingängen der Goethe-Universität im Mai ?68.

Veranstaltung im Römer

Jugend trifft auf 68er

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Die Stadt Frankfurt organisiert eine Begegnung der Generationen im Römer.

Es ist ein Versuch. In einer fast sechsstündigen Veranstaltung will die Stadt Frankfurt Vertreter der 68er-Generation mit jungen Menschen von heute zusammenbringen. Die Veranstaltung am 1. November im Römer steht unter dem Motto „18 trifft 68“. Repräsentanten von jugendlichen Protestbewegungen der Gegenwart werden mit Vertretern der 68er-Generation konfrontiert. Das kann sehr spannend werden.

Dieser Tag ist von einer stadtinternen Arbeitsgruppe über Monate hinweg vorbereitet worden. In einem sogenannten Themen-Parcours sollen zu vier verschiedenen Schwerpunkten die Vertreter beider Generationen aufeinandertreffen. Jeweils 20 Minuten wird ein solcher Austausch dauern.

Da gibt es zum Beispiel das Thema „Rebellion+Protest“. Hier diskutieren Bernd Messinger aus der Gründungs-Generation der Grünen mit Linus Neumann vom Chaos Computerclub. Beim Thema Erziehung+Bildung sitzen sich der ehemalige Pädagogikprofessor Frank Olaf Radtke von der Goethe-Universität und Emely Dilchert vom Landesschülerrat gegenüber.

Unter dem Motto „Kunst+Kultur – gestern und heute“ begegnen sich der 77-jährige Willy Praml, der Chef des Naxos-Theaters, und Daniel Schauf vom jungen Studio Naxos (oder die Kunstvermittlerin Michaela Filla). Schließlich folgt die Runde zu „Geschlechterrollen+sexuelle Vielfalt“. Hier spricht die Feministin und Juristin Sybilla Flügge von der University of Applied Siciences mit der Feministin und Bloggerin Melina Berling.

Viel Musik, Theater, Poetry und Sketche

Was haben sich die Vertreter der beiden Generationen zu sagen? Ähneln sich die Formen des Protests damals und heute? Der Austausch soll in eine moderierte Podiumsdiskussion unter dem Titel münden „Brauchen wir eine neue Revolte? (Haben wir eine Revolte von rechts?)“ Auf dem Podium sitzen neben Bernd Messinger und Linus Neumann die Soziologin Barbara Köster, Mitglied des Weiberrates 1968, Johannes Fechner vom AStA der Goethe- Universität und die Journalistin Hadija Haruna-Oelker.

 Zwischen den einzelnen Themenrunden gibt es viel Musik, Theater, Poetry und Sketche. Es treten unter anderem der Poetry-Slamer Dirk Hülstrunk, die HipHop-Sängerin Baby Shoo und die Indie Rocker von „Frau Ruth“ aus Offenbach auf. Auch die Liedermacherin Cynthia Nickschas hat zugesagt.

In der Schwanenhalle des Römers gibt es vom Nachmittag an eine Ausstellung zu dem Thema 68er-Revolte, dort werden auch Filme gezeigt, die über diese Zeit informieren. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will den Thementag im Rathaus eröffnen.

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