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Wilder Sperrmüll in der Rosa-Luxemburg-Straße.

Frankfurt-Nord

Immer mehr wilde Sperrmülldeponien

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Manche Straßenecke im Norden gleicht fast einer Deponie. Der Ortsbeirat 8 fordert regelmäßigere Abholtermine - auch wegen der Verletzungsgefahr für Kinder.

Ausrangierte Sessel, alte Schrankwände oder abgelegte Holzpaletten – der Frankfurter Nordwesten gleicht an einigen Stellen einer Sperrmülldeponie. Wegen seiner Stadtrandlage hat der Ortsbezirk 8 besonders mit illegalen Sperrmüllablagerungen zu kämpfen.

In umliegenden Kommunen sei die Abfuhr gebührenpflichtig, sagt die SPD im Ortsbeirat 8. So käme es immer häufiger vor, dass Auswärtige nachts ihren Kram in der Nordwest- oder der Römerstadt einfach abladen.

Die Sozialdemokraten wünschen sich nun für besonders betroffene Stellen zusätzliche Abholtermine. Der Antrag ist in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 8 einstimmig verabschiedet worden. Besonders betroffen seien etwa Abschnitte der Straße In der Römerstadt, der Ernst-Kahn-Straße, der Bernadottestraße, der Hadrianstraße und des Gerhart-Hauptmann-Rings, so Antragsteller Hans Creß.

Dort beschwerten sich Anwohner regelmäßig beim Stadtteilgremium über wilde Müllberge. Creß hat sich die Straßen angeschaut. In der Römerstadt und in der Bernadottestraße sei es besonders gravierend, da sich in der Nähe Spielplätze befinden. „Bei den Ablagerungen handelt es sich oft um Möbel mit hervorstehenden Nägeln, Schrauben oder Glaselementen“, moniert er. „Kinder können sich daran verletzen!“ Darüber hinaus erhielten sie den Eindruck, dass es normal sei, wenn überall Abfall und Unrat herumliegt.

Ein Anwohner der Nordweststadt wies in der Bürgerfragestunde der jüngsten Ortsbeiratssitzung auf die Brandgefahr hin. „Die Möbelstücke werden regelmäßig angezündet“, habe er beobachtet. Wenn er derlei Problemstellen an die FES weitergibt, werde er meist nur vertröstet.

Das hat auch Creß erlebt: „Mehrmals wurde ich bei der Meldung der Abfallberge darauf hingewiesen, dass die Abfuhr erst mit dem für den Bereich festgelegten Termin erfolgen wird.“ Nun soll die Stadt also regelmäßigere Abholtermine einplanen. Der Ortsbeirat bittet zudem, dass der jeweilige Bereich vollständig gereinigt wird.

„Farbeimer oder Elektroschrott werden oft zurückgelassen, sodass der Eindruck entsteht, dass die Abfuhr noch nicht erfolgt ist und noch Teile hinzugestellt werden können“, sagt Creß. Der Sozialdemokrat plädiert dafür, die Stadtpolizei einzuschalten, um zu ermitteln, wer für die nächtlichen Ablagerungen verantwortlich ist.

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