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Der Campus der FH im Frankfurter Nordend.

Stadtplanung Frankfurt

Ideen für die Campusmeile

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Hochschulen und Planungsdezernat zeichnen studentische Ideen für die Gestaltung der Campusmeile aus. Die Meile soll die Wissenschaftsstandorte entlang des Alleenrings besser vernetzen.

Wenn sich auf dem Alleenring zwischen Fachhochschule am Nibelungenplatz und Campus Westend der Goethe-Universität eines Tages keine Automassen mehr durch die Stadt schieben, sondern Rad- und Busverkehr den Vorrang haben; wenn ein breiter Grünstreifen Fußgängerinnen und Fußgängern ein gefahrloses Kreuzen der Meile ermöglicht und sich entlang offener Bildungshäuser Studierende und andere Menschen der Stadt begegnen können. Dann, ja dann, sind einige der preisgekrönten Visionen Wirklichkeit geworden, die Studierende für die neue Campusmeile erdacht haben.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD), Goethe-Uni-Präsidentin Birgitta Wolff und der Präsident der Fachhochschule (University of Applied Sciences, UAS), Frank Dievernich, zeichneten am Dienstagabend sieben studentische Entwürfe aus, die die Fachjury unter den 35 Einreichungen eines bundesweiten Ideenwettbewerbs am meisten überzeugen konnten. Neben einem Beitrag der HTWG Konstanz und drei Einreichungen der TU Berlin konnte im anonymisierten Verfahren die Frankfurt UAS gleich mit drei Gruppenarbeiten punkten, zwei davon gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Main und der Hochschule Geisenheim eingereicht. Sie alle wurden mit je 1500 Euro prämiert und sind bis zum 24. Mai im Planungsdezernat ausgestellt.

Ziel des Ideenwettbewerbs sei es gewesen, die Campusmeile nach dem Vorbild des Museumsufers als Wissenschaftsachse zu denken, „die eines Tages zu einem Leuchtturm für unsere Stadt wird“, so Dezernent Josef. Fachhochschule, Nationalbibliothek, Frankfurt School of Finance & Management und der Campus Westend der Goethe-Universität sollen stärker miteinander vernetzt werden. Die Studierenden hätten der Stadtplanung dafür wertvolle Impulse gegeben, „ein Ideenfundament, auf dem wir aufbauen können“.

„Unser Grundgedanke war, dass die Meile nicht nur für die Hochschulen, sondern auch für die Anwohner da sein soll“, erläutert etwa der Konstanzer Student Benjamin Weidmann seinen Entwurf. Verbindende Wege und Plätze entlang eines breiten Grünstreifens sollen es gerade Fußgängern erleichtern, die Meile zu überqueren, ergänzt seine Kommilitonin Andrea Wessels. Das fünfköpfige Team um den Frankfurter Lion Günther wiederum will den Begriff Campus über den reinen Bildungsraum hinaus auch als Verkehrs- und Stadtraum denken, in dem an Mobilitätsstationen entlang der Alleen der Umstieg zwischen Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln und Carsharing möglich ist und sich „möglichst viele Plätze ausbilden, an denen sich Menschen begegnen können“.

Eine Reduzierung des Straßenverkehrs und Grünflächen seien Aspekte, die fast alle Entwürfe bedacht hätten, sagte Fachhochschulpräsident Dievernich. Außerdem verwiesen viele Entwürfe darauf, dass Arbeiten und Wohnen zusammen gedacht werden müssten. Goethe-Uni-Präsidentin Wolff lobte entsprechend wichtige Impulse für das studentische Wohnen und verbindende Ideen für die Vernetzung von Hochschulen und Schulen. Getreu dem Vorbild Museumsufer rief sie zudem aus: „Ich freue mich schon auf das erste Campusmeilenfest!“

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