Arena in Offenbach

Halle ist "auf gutem Weg"

Die Städte Frankfurt und Offenbach kommen sich bei einem wichtigen Projekt wieder näher: Dem Bau einer Multifunktionsarena. Doch bis zur Realisierung sind noch einige Hürden zu nehmen.

Von Timur Tinç

Markus Frank kennt sich in der Ballsporthalle bestens aus. Der Sportdezernent ist des Öfteren bei den Spielen des Basketball-Bundesligisten Frankfurt Skyliners vor Ort – so auch am Sonntag bei der Partie gegen Bayreuth. Und er war nicht alleine: Neben seinem Stadtrat-Kollegen Jan Schneider hatte er den Offenbacher Stadtkämmerer Peter Freier mitgebracht.

Nun war der gemeinsame Besuch nicht nur ein Zeichen guter Parteifreundschaft innerhalb der CDU, sondern vor allem auch ein Zeichen, dass die beiden Städte sich in puncto Bau der Multifunktionshalle am Kaiserlei näherkommen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Freier der FR.

Freier und die neue Offenbacher Koalition hatte sich vor einigen Monaten noch ablehnend gegenüber einer neuen Mehrzweckarena für Sportveranstaltungen, Konzerte und Events geäußert. Im Koalitionsvertrag stand, dass die 20.000 Quadratmeter große Fläche, die Offenbach für ein mögliches 40.000 Quadratmeter großes Areal für eine Halle zur Verfügung stellen würde, lieber Gewerbeflächen bleiben sollten.

„Das lag an der mangelnden Informationslage in Offenbach“, stichelte Freier in Richtung Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), der ein absoluter Befürworter der Halle ist, aber bislang das Heft des Handelns alleine in den Händen hatte. „Der Koalitionsvertrag ist nicht in Stein gemeißelt“, sagte Freier gestern.

Mittlerweile gab es laut Freier „dank der Vermittlung von der IHK Offenbach“ Gespräche mit den beiden möglichen Investoren – der Anschütz-Gruppe und der französischen Groupe Legardére. „Uns ist wichtig, dass die Offenbacher Bedingungen erfüllt werden“, sagte der Stadtkämmerer. Zum einen, dass der Umbau des Kaiserlei-Kreisels, der im Herbst beginnt, nicht behindert wird.

Zum anderen, dass die Erschließung zur Arena sichergestellt wird und den Verkehrsfluss nicht behindert. „Verantwortlich dafür ist immer noch Frankfurt“, stellte Freier klar.

„Das werden wir hinkriegen“, ist Markus Frank überzeugt. In den kommenden Wochen will er die Gespräche mit den Nachbarn intensivieren. Trotz der deutlichen Niederlage der Skyliners hat es Peter Freier gut gefallen. „Die Stimmung war toll“, befand er. Die Skyliners und der Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt sehnen sich seit Jahren nach einer neuen, modernen Spielstätte.

Die neue Halle soll ein Fassungsvermögen für 12.000 bis 15.000 Zuschauer bieten. Kostenpunkt: Zwischen 130 und 150 Millionen Euro. Ein möglicher Baubeginn hängt aber nicht nur von der Zustimmung der Stadt Offenbach ab, sondern es müssen auch mehrere Gebäude, die in Privatbesitz sind, erworben werden. Es sind noch einige Hürden bis zum möglichen Baubeginn zu nehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare