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Die Bürostadt wird nach und nach zum Wohngebiet.

Niederrad

Grünzonen schaffen

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Die Standortinitiative Neues Niederrad präsentiert Ideen für die Bürostadt. Ortsbeirat und Bürger dürfen Fragen stellen.

Der Wandel der Bürostadt zur Wohnstadt geht voran. Mittlerweile sind rund 1000 Frankfurter dort sesshaft. Jetzt sind die Planer verstärkt gefragt, das Quartier auch lebenswert zu gestalten. „Es muss ein Freiraumkonzept geschaffen werden und wir müssen uns Gedanken über Schulstandorte, ergänzende Infrastruktur und einen Grünzug machen.“ Das hat Planungsdezernent Mike Josef (SPD) unlängst der FR gesagt.

Die Standortinitiative Neues Niederrad (SINN) beschäftigt sich schon länger mit dem Thema, schließlich ist es ihre Aufgabe den Stadtteil zu entwickeln und zu bewerben. Im Herbst hat die Initiative ein Freiraumkonzept für den südwestlichen Teil der Bürostadt erstellt. Am heutigen Freitag stellt sie es in der Sitzung des Ortsbeirats 5 in Niederrad vor.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass das Thema aufgegriffen wird. Die Umgestaltung des Freiraums ist eine enorme Chance für das Quartier“, sagt SINN-Geschäftsführer Detlef Hans Franke. Erstellt hat das Konzept das Frankfurter Architektur- und Stadtplanungsbüro „raumwerk“, das auch Vertreter in den Ortsbeirat entsendet.

Gleisbett begrünen

Als Nachteil an der Bürostadt haben die Experten erkannt, dass die Straßen und die Trasse der Straßenbahn Barrieren aufgebaut habe. Die machten Fußgängern und Radfahrern das Leben schwer. Darum haben die Planer versucht, die Wirkung solcher Barrieren abzumildern. So könnte beispielsweise die Straßenbahn in einem mit Rasen begrünten Gleisbett fahren.

Die Lyoner Straße könnte zum Boulevard werden – mit breiteren Bürgersteigen, Radwegen, schmaleren Fahrbahnen für die Autos, Baumreihen und sogenannten grünen Adressen. Was das ist erklärt Planerin Sonja Moers: „Die Grundstückseigentümer könnten an den Straßen als Kontaktzone zum öffentlichen Raum einladende Bereiche vor ihren Gebäuden schaffen, Cafés, Kioske und Bänke würden die Aufenthaltsqualität erhöhen.“

SINN-Geschäftsführer Franke wünscht sich einen Rundweg, der sich in den vom Bebauungsplan vorgegebenen Rahmen einfügt. Der Weg soll von Fußgängern, Radfahrern und Skatern genutzt werden und Teil eines grünen Rahmens sein. sky

Der Ortsbeirat 5 tagt heute um 19 Uhr, in der Gemeinde Mutter vom guten Rat, Bruchfeldstraße 51.

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